Twice daily, the tidal rhythm in the Bijagós Archipelago of Guinea‑Bissau exposes extensive sand‑ and mudflats, creating habitats that support hundreds of thousands of migratory shorebirds and a rich assemblage of marine organisms. The archipelago, designated as a UNESCO World Heritage site in 2025, illustrates how tidal dynamics shape biodiversity on a large scale.
Ausgeprägte Gezeiten und ihre Ursachen
Forscher haben festgestellt, dass die Region aufgrund einer breiten, flachen Meeresfläche und einer speziellen Geometrie des Flussdeltagebietes Gezeitenbereiche von bis zu sieben Metern (23 Fuß) erreicht – deutlich höher als das ein bis zwei Meter übliche Niveau an anderen Teilen der Westküste Afrikas.
Vogelpopulationen und Nahrungsangebot
UNESCO schätzt, dass etwa 870 000 Zugvögel die Inseln als Rast- und Futterplatz entlang der Ost‑Atlantik‑Routen nutzen. Auf den bei Ebbe freigelegten Flächen finden die Vögel eine Vielfalt von Würmern, Krebstieren, Muscheln und kleinen Fischen.
Marine Arten bei Flut
Während der Flut bewegen sich Manatis, Delfine und Fischschwärme näher an die Inseln heran, während tausende Meeresschildkröten die sandigen Strände aufsuchen, um Nistplätze zu finden. In tieferen Gewässern jagen Haie, Thunfische und Rochen.
Grüne Meeresschildkröten – ein gefährdetes Leben
Die kleine Insel Poilão im João‑Vieira‑und Poilão‑Marine‑Nationalpark beherbergt eine der größten Populationen grüner Meeresschildkröten. Laut Schätzungen überlebt weniger als ein Prozent der Jungtiere bis zum Erwachsenenalter, da sie während ihres Weges zum Meer zahlreichen Prädatoren ausgesetzt sind.
SatellitengestĂĽtzte Forschung
Ein Analyse‑Team aus dem Jahr 2025 nutzte Altimetrie‑Daten der NASA‑Satelliten TOPEX/Poseidon, Jason‑1 und Jason‑2, um die Gezeitenamplifikation zu quantifizieren und die Ergebnisse mit lokalen Messungen zu validieren.
Bedeutung fĂĽr den Naturschutz
Die Kombination aus starkem Tidenhub, reichen Nahrungsquellen und geschützten Lebensräumen macht das Archipel zu einem Schlüsselgebiet für den Erhalt von Küstenökosystemen und für internationale Naturschutzbemühungen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA Earth Observatory, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
Ende der Uebertragung