Hintergrund
Die Sterbetodesregistrierung in Ghana ist nach aktuellen Untersuchungen nur unzureichend entwickelt, was die Erstellung fundierter Gesundheitspolitiken erschwert. Eine Analyse von Daten aus dem Jahr 2022 sowie zwei Volkszählungen wurde durchgeführt, um die Vollständigkeit der Registrierung zu beurteilen.
Methodik
Die Autoren wendeten demografische Verfahren an und nutzten sowohl die Death Distribution Methods (DDM) als auch die Empirical Completeness Method (ECM), um die Erfassungsquote der Sterbefälle zu bestimmen.
Ergebnisse: Gesamtvollständigkeit
Die ECM ergab eine landesweite Vollständigkeit von 28.7 percent, während die DDM eine Vollständigkeit von 56 percent ausweist. Damit liegt die Erfassung der Sterbefälle deutlich unter den angestrebten internationalen Standards.
Regionale Unterschiede nach Geschlecht
Laut DDM war die männliche Vollständigkeit im Volta-Region mit 101 % am höchsten und im Western-Region mit 42 % am niedrigsten. Für Frauen zeigte die Analyse den höchsten Wert im Upper East mit 89 % und den niedrigsten im Western mit 35 %.
Regionale Unterschiede nach ECM
Die ECM verdeutlichte weitere Unterschiede: In Greater Accra wurde fast 70 % der Sterbefälle erfasst, während im Oti-Region lediglich 8 % registriert wurden.
Bedeutung für die Politik
Die niedrige Erfassungsquote behindert die Fähigkeit Ghanas, Gesundheitsstrategien auf verlässliche Daten zu stützen, und erschwert die Erfüllung internationaler Verpflichtungen, etwa des Sustainable Development Goal 17.19.2.
Weiterführende Informationen
Die Studie wurde von Charles Agyei‑Asabere, Ayaga Agula Bawah, Faustina Frempong‑Ainguah, Jill Baumgartner, Samuel Agyei‑Mensah, Emmanuel Botchway, Victor Sowah Abordo und Majid Ezzati verfasst und in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Public Library of Science, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
Ende der Uebertragung