USA: Globale Belastung durch Diabetes bei Jugendlichen steigt weiter – Prognosen bis 2040
Ein neuer Bericht quantifiziert die Belastung durch Diabetes mellitus bei Jugendlichen im Alter von zehn bis neunzehn Jahren weltweit von 1990 bis 2023 und projiziert die Entwicklung bis 2040. Die Analyse stammt von den Forschern Xinyi Qiu, Limei Guan und Hui Liu und soll Entscheidungsträgern helfen, zukünftige Gesundheitsstrategien zu planen.
Datenbasis und Methodik
Die Untersuchung stützt sich auf die Global Burden of Disease (GBD) 2023‑Datenbank, die Informationen aus 204 Ländern und Territorien enthält. Zur Bewertung wurden altersstandardisierte Inzidenz‑ (ASIR), Prävalenz‑ (ASPR), Mortalitäts‑ (ASMR) und DALY‑Raten (ASDR) herangezogen und nach Region, Geschlecht, Alter sowie dem sozio‑demografischen Index (SDI) aufgeschlüsselt. Gesundheitliche Ungleichheiten wurden mit dem Slope Index of Inequality (SII) und dem Concentration Index (CI) gemessen. Für die Zukunftsprognosen kam ein ARIMA‑Modell zum Einsatz, das anhand von AICc‑Werten und Ljung‑Box‑Tests validiert wurde.
Entwicklung bis 2023
Zwischen 1990 und 2023 ist die globale Belastung durch jugendlichen Diabetes deutlich gestiegen. Die ASIR, ASPR und ASDR zeigten kontinuierliche Zunahmen, während die ASMR leicht rückläufig blieb. Im Jahr 2023 lebten schätzungsweise sechs Millionen sieben tausend Jugendliche mit Diabetes, was einer ASPR von 458,07 pro 100 000 entspricht.
Regionale und geschlechtsspezifische Muster
Die höchste Prävalenz wurde in Regionen mit niedrigem SDI verzeichnet (482,25 pro 100 000), gefolgt von Hoch‑SDI‑Regionen (442,81 pro 100 000). Auch die DALY‑ und Mortalitätsbelastung war dort am größten. Männer übertrafen Frauen bis 2023 sowohl bei Inzidenz als auch bei Prävalenz, wobei dieser Trend teilweise auf veränderte Screening‑ und Diagnosepraktiken zurückgeführt wird.
Altersverteilung
Die Altersgruppe der fünfzehn‑ bis neunzehnjährigen Jugendlichen trug den größten Teil des Anstiegs der Inzidenz und Prävalenz, was auf Lebensstil‑ und Entwicklungsfaktoren hinweist.
Prognosen bis 2040
Die ARIMA‑Prognosen deuten darauf hin, dass ASIR, ASPR und ASDR weiter ansteigen werden, während die ASMR voraussichtlich niedrig und stabil bleibt. Diese Entwicklung legt nahe, dass Fortschritte in der Akutversorgung die Sterblichkeit reduzieren, gleichzeitig aber die Krankheitslast weiter wächst.
Schlussfolgerungen
Der Bericht betont die Notwendigkeit zielgerichteter öffentlicher Gesundheitsstrategien, die alters‑, geschlechts‑ und regionsspezifisch ausgerichtet sind, um die wachsende Morbidität zu adressieren und bestehende Ungleichheiten zu verringern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
Ende der Uebertragung