In einer retrospektiven Kohortenstudie wurden zwischen 2010 und 2023 insgesamt 341 Patienten an einem tertiären Zentrum wegen eines persistierenden Ductus arteriosus (PDA) transkatheteral behandelt. Bei 49 Patienten (14,3 %) kam es zu einer kombinierten Endpunktdefinition aus prozeduraler Schwierigkeit oder schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen, während kein Verfahrenstod verzeichnet wurde.
Studiendesign und Patientenkollektiv
Die Analyse umfasste demographische, anatomische und hämodynamische Variablen, die mittels univariater und multivariater logistischer Regression auf ihren Einfluss auf den kombinierten Endpunkt geprüft wurden. Eingeschlossen wurden ausschließlich Patienten, bei denen ein transkatheteraler PDA-Verschluss durchgeführt wurde; chirurgische Ligaturen dienten nur als Vergleichsmaßnahme bei Fehlversuchen.
Häufigkeit und Art der Komplikationen
Device-Embolisation trat bei drei Patienten (0,8 %) auf und erforderte in allen Fällen eine nachträgliche chirurgische Ligatur. Weitere häufige Probleme umfassten Geräterepositionierung, Gerätewechsel und unplanmäßige chirurgische Konversion, die zusammen die prozedurale Schwierigkeit bildeten.
Identifizierte Risikofaktoren
Die multivariate Analyse zeigte drei unabhängige Prädiktoren für den kombinierten Endpunkt: ein minimaler PDA-Durchmesser größer als 5 mm (OR = 2,75, p = 0,013), eine PDA-Länge über 8 mm (OR = 2,81, p = 0,009) und ein nicht‑konischer (nicht‑Typ‑A) Duktus (OR = 2,88, p = 0,025). Diese Befunde deuten darauf hin, dass größere und länger verlaufende Ductus sowie komplexere Morphologien das Risiko von prozeduralen Schwierigkeiten erhöhen.
Implikationen fĂĽr die klinische Praxis
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer detaillierten anatomischen Vorabbewertung, insbesondere mittels bildgebender Verfahren, um geeignete Kandidaten für den transkatheteralen Verschluss zu identifizieren und potenzielle Komplikationen frühzeitig zu antizipieren. Bei Patienten mit den genannten Risikofaktoren könnte eine intensivere Planung oder die Wahl eines alternativen Therapieansatzes erwogen werden.
Limitationen und Ausblick
Da die Studie retrospektiv
Ende der Uebertragung