Ausmaß der Brände
Im Juli 2026 haben verheerende Waldbrände in Spanien und Frankreich weite Landstriche zerstört und zehntausende Menschen zur Evakuierung gezwungen. In der spanischen Provinz Ávila wurden rund 50.000 Hektar verbrannt, was nach Angaben der spanischen Behörden das größte Feuer in der Geschichte des Landes darstellt.
In Frankreich erreichte das Feuer im Département Gironde eine Fläche von über 42.000 Hektar und trug damit zu einer Gesamtverbrennung von mehr als 90.000 Hektar bei – ein Rekord für die letzten Jahrzehnte.
Satellitenbeobachtungen
NASA‑Satelliten erfassten die Brandausdehnung erstmals am 22. Juli über Burgohondo in Ávila und dokumentierten am 29. Juli mittels Landsat‑9 ein Falschfarbbild, das verbrannte Vegetation in Braun und intakte Vegetation in Hellgrün zeigte. Die beiden zentralen Stauseen im Bild waren stark betroffen.
Klimatische Vorbedingungen
Forscher des State of Wildfires Project erklärten, dass ein ungewöhnlich nasser Winter das Pflanzenwachstum förderte, während anschließende Hitzewellen und Dürreperioden die Vegetation austrockneten. Starke Winde von bis zu 65 km/h beschleunigten die Feuerausbreitung.
Pyrocumulonimbus‑Phänomen
Am 25. Juli berichteten französische Feuerwehrmänner von einem Pyrocumulonimbus‑Wolkenbildung, einem seltenen „Feuer‑Wolken“-Phänomen, das erstmals in Frankreich beobachtet wurde. Internationale Atmosphärenwissenschaftler vermerkten, dass solche Wolken zuvor nur in Spanien und Portugal dokumentiert waren.
Einsatzkräfte und Maßnahmen
Mehrere Tausend Feuerwehrmänner und Militärpersonal kämpften in beiden Ländern gegen die Brände. Luftfahrzeuge setzten Wasser und Löschmittel ein, während Bodenteams mit Baggern und Handwerkzeugen Feuerschneisen anlegten. Gegen Ende Juli konnten die Einsatzkräfte die Lage stabilisieren und begannen, Evakuierungsanordnungen zu lockern.
Ausblick und Überwachung
NASA stellt weiterhin Echtzeit‑Daten über das Fire Information for Resource Management System (FIRMS) und das Worldview‑Portal bereit, um die Feuerentwicklung zu verfolgen. Wettervorhersagen warnen jedoch vor anhaltend hohen Brandrisiken aufgrund fortdauernder Hitze und Trockenheit.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA Earth Observatory, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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