Großer Aktenbestand zur Wehrsportgruppe Hoffmann erschwert Klärung von Fragen
Hintergrund der Anfrage
Ein umfangreicher Aktenbestand ist Gegenstand einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion. Die Anfrage bezieht sich auf den antisemitisch motivierten Mord an Shlomo Lewin und Frida Poeschke im Jahr 1980 in Erlangen.
Mordfall von 1980
Der Fall wurde 1980 von den Behörden als politisch motivierter Mord eingestuft. Der mutmaßliche Täter, Uwe Behrendt, wird seitdem im Kontext verschiedener extremistischer Aktivitäten untersucht.
Wehrsportgruppe Hoffmann
Die Wehrsportgruppe Hoffmann (WSG) steht im Fokus der Untersuchung, weil ihr Gründer Karl‑Heinz Hoffmann und die Gruppe selbst Verbindungen zur DDR und zum Ministerium für Staatssicherheit aufweisen sollen.
Umfang des Aktenbestandes
Laut Angaben der Bundesregierung umfasst der Aktenbestand zu WSG und zu Karl‑Heinz Hoffmann mehr als 34 000 Seiten. Die Unterlagen verteilen sich auf das Bundesamt für Verfassungsschutz, das Bundeskriminalamt und das Bundesarchiv.
Antwort der Bundesregierung
In der Antwort (21/3283) wird erklärt, dass die Sichtung des immensen Materials erforderlich ist, um die gestellten Fragen zu beantworten. Die Bearbeitung sei jedoch mit erheblichem Arbeitsaufwand verbunden.
Arbeitsaufwand und offene Fragen
Aufgrund des großen Umfangs können diverse Fragen der Abgeordneten nicht vollständig beantwortet werden. Insbesondere die Beziehungen zwischen Uwe Behrendt, der WSG und der DDR bleiben vorläufig ungeklärt.
Ausblick
Die Bundesregierung signalisiert, dass die weitere Auswertung der Unterlagen fortgesetzt wird, um ein umfassendes Bild der Vorgänge zu erhalten. Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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