Die Bundesregierung soll dem Bundestag detaillierte Informationen über die geplanten Schließungen von Biontech‑Produktionsstandorten und den damit verbundenen Stellenabbau von rund 1.860 Arbeitsplätzen geben. Die Anfrage stammt von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und bezieht sich auf Entwicklungen seit Mai 2025.
Hintergrund der Unternehmensentscheidungen
Biontech plant, mehrere Werke im In‑ und Ausland zu schließen. Gleichzeitig prüft der US‑Konzern Moderna die Übernahme einzelner Biontech‑Anlagen. Kurz zuvor hatte Biontech das Unternehmen Curevac übernommen, an dem der Bund bislang Anteile hielt.
Fragen zu Gesprächen und Verhandlungen
Die Abgeordneten verlangen Auskunft darüber, welche Gespräche seit Mai 2025 mit Biontech, Curevac, betroffenen Ländern, Gewerkschaften, Betriebsräten und regionalen Akteuren geführt wurden. Ziel sei, die Perspektiven für die Branche und die betroffenen Standorte zu klären.
Bundesanteile an Curevac
Ein weiterer Schwerpunkt der Anfrage ist, ob die Anteile des Bundes an Curevac durch die Übernahme von Biontech erworben wurden. Die Parlamentarier wollen wissen, welche Informationen der Staat über die Transaktion besitzt.
Strategische Neuausrichtung
Die Bundesregierung wird gebeten, ihre Kenntnisse über die geplante strategische Neuaufstellung von Biontech offenzulegen, insbesondere im Hinblick auf den Stellenabbau und die Standortschließungen. Die Antworten sollen Aufschluss über mögliche Förderungen oder regulatorische Maßnahmen geben.
Weitere Schritte im parlamentarischen Verfahren
Nach Erhalt der Auskünfte wird die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Ergebnisse prüfen und gegebenenfalls weitere parlamentarische Initiativen einleiten, um die Interessen von Beschäftigten und regionalen Wirtschaften zu wahren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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