Einleitung
Am 7. September 2026 hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag eine Kleine Anfrage eingereicht, in der die Bundesregierung um Auskunft zu den finanziellen Folgen für Eigentümer bei Insolvenzen von Bauträgern gebeten wird.
Zuständige Ministerien
Die Anfrage trägt die Kennzeichnung 21/7775 und richtet sich an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium der Finanzen sowie das Bundesministerium des Innern, da alle beteiligten Bereiche von den Folgen betroffen sein können.
Geforderte Informationen
Ziel der Anfrage ist es, ein umfassendes Bild der durchschnittlichen Belastungen zu erhalten, die Erwerber infolge einer Bauträgerinsolvenz erleiden. Gefordert werden Angaben zu verlorenen Abschlagszahlungen, zusätzlichen Kosten für die Fertigstellung, Zwischenfinanzierungskosten, Bereitstellungszinsen, Miet- oder Ersatzwohnkosten sowie zu den Kosten für die Rechtsverfolgung.
Begründung der Fraktion
Die Fraktion begründet das Vorgehen mit der steigenden Zahl von Bauprojekten, bei denen das Risiko einer Insolvenz des Bauträgers als nicht unerheblich eingeschätzt wird. Laut eigenen Schätzungen könnten betroffene Eigentümer schnell mehrere zehntausend Euro an zusätzlichen Aufwendungen tragen.
Erwartete Regierungsantwort
Die Bundesregierung wird gebeten, vorhandene Statistiken, Studien oder Erfahrungswerte zu präsentieren und, falls nötig, mögliche Schutzmechanismen zu prüfen. Dabei soll insbesondere geklärt werden, ob bestehende Sicherungsinstrumente ausreichen, um die genannten Belastungen zu mildern.
Aussicht auf legislative Maßnahmen
Ein Vertreter der Fraktion erklärte, dass die gewonnenen Daten als Grundlage für mögliche Gesetzesinitiativen dienen könnten, die den Schutz von Eigentümern bei Bauträgerinsolvenzen stärken sollen.
Weiteres Verfahren
Die Kleine Anfrage wird nun im parlamentarischen Verfahren behandelt. Die Ergebnisse der Regierung werden voraussichtlich im nächsten Monat veröffentlicht und könnten anschließend im Ausschuss für Wirtschaft und Energie diskutiert werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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