Deutschland: Kleine Anfrage zu Individuellen Gesundheitsleistungen
Die Grünen-Fraktion hat im Bundestag eine Kleine Anfrage zum Thema Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) gestellt, um von der Bundesregierung Auskunft über die Inanspruchnahme durch GKV-Patienten in den letzten zehn Jahren zu erhalten.
Definition und Abgrenzung
Individuelle Gesundheitsleistungen bezeichnen medizinische Angebote, die nicht im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) enthalten sind und deshalb von den Patienten selbst bezahlt werden müssen.
Wissenschaftliche Bewertung
Für viele IGeL‑Leistungen liege kein ausreichender wissenschaftlicher Nachweis des Nutzens vor, oder der Nutzen sei widerlegt, beziehungsweise gehe die Angebote über das medizinisch Notwendige hinaus.
Marktentwicklung
Der Markt für Selbstzahlerleistungen habe inzwischen eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung erreicht. Der IGeL‑Report 2024 zeige jedoch erhebliche Informationsdefizite bei Patienten, die IGeL in Anspruch genommen haben.
Anliegen der Anfrage
Die Abgeordneten verlangen von der Bundesregierung die Angabe, wie viele GKV‑Patienten in den vergangenen zehn Jahren IGeL‑Leistungen in Anspruch genommen haben und welche Leistungen dabei am häufigsten nachgefragt wurden.
Formaler Rahmen
Die Anfrage bezieht sich auf das Dokument 21/6706, das am 29.06.2026 im Rahmen der Kleinen Anfragen (hib 534/2026) veröffentlicht wurde.
Ausblick
Die erhaltenen Daten sollen künftig dazu dienen, die Transparenz für Patienten zu erhöhen und mögliche regulatorische Maßnahmen zu prüfen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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