Gute bis exzellente Reproduzierbarkeit von PV‑Loop‑Parametern bei Hämodialyse‑Patienten
Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass Parameter des Druck‑Volumen‑Loops, die mittels transthorakaler Echokardiographie ermittelt werden, bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz unter Hämodialyse weitgehend reproduzierbar sind. Die Untersuchung umfasst sowohl die Übereinstimmung zwischen verschiedenen Beobachtern als auch die Konsistenz bei wiederholten Messungen durch denselben Beobachter.
Hintergrund
Der Druck‑Volumen‑Zusammenhang ist ein etabliertes Instrument zur Beurteilung der Herzfunktion. Zu den abgeleiteten Kennwerten zählen die end-systolische Elastizität (Ees), die effektive arterielle Elastizität (Ea), die ventrikulo‑arterielle Kopplung (VAC), das Schlagarbeitsvolumen (SW), die Druck‑Volumen‑Fläche (PVA) und die Arbeitseffizienz (WE). Trotz ihrer klinischen Relevanz liegen nur wenige Daten zur Messgenauigkeit vor.
Methodik
In die Analyse wurden 25 erwachsene Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz einbezogen, die regelmäßig Hämodialyse erhalten. Die PV‑Loops wurden mit der Software Q‑Strain (Version 1.3.0.79, Medis, Leiden, Niederlande) aus den Echokardiogrammen rekonstruiert. Zwei erfahrene Leser führten die Messungen für die inter‑observer‑Analyse durch, ein Leser wiederholte die Messungen nach einer Woche für die intra‑observer‑Analyse. Die Reliabilität wurde mittels Intraklassen‑Korrelationskoeffizienten (ICC) und Bland‑Altman‑Diagrammen bewertet.
Ergebnisse: Inter‑Observer‑Variabilität
Die Übereinstimmung zwischen den Beobachtern war exzellent für das Schlagarbeitsvolumen (ICC 0,96, 95 % KI 0,91–0,98) und die Druck‑Volumen‑Fläche (ICC 0,95, 0,87–0,98), gut für die end‑systolische Elastizität (ICC 0,90, 0,77–0,96) und die arterielle Elastizität (ICC 0,79, 0,49–0,91) sowie moderat für die ventrikulo‑arterielle Kopplung (ICC 0,68, 0,23–0,85) und die Arbeitseffizienz (ICC 0,72, 0,28–0,79).
Ergebnisse: Intra‑Observer‑Variabilität
Die Wiederholungsmessungen durch denselben Leser zeigten exzellente Übereinstimmung für die end‑systolische Elastizität (ICC 0,96, 0,90–0,98), die arterielle Elastizität (ICC 0,98, 0,94–0,99), das Schlagarbeitsvolumen (ICC 0,98, 0,96–0,99) und die Druck‑Volumen‑Fläche (ICC 0,98, 0,96–0,99). Für die ventrikulo‑arterielle Kopplung (ICC 0,78, 0,51–0,91) und die Arbeitseffizienz (ICC 0,85, 0,65–0,94) wurde eine gute Übereinstimmung erzielt.
Interpretation
Die Bland‑Altman‑Analyse wies bei Ees, SW und PVA nur geringe systematische Abweichungen auf, während bei Ea, VAC und WE proportionale Verzerrungen beobachtet wurden. Die Ergebnisse legen nahe, dass insbesondere Ees, Ea, SW und PVA zuverlässig gemessen werden können, während VAC und WE mit größerer Vorsicht interpretiert werden sollten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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