Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat am 14. Februar 2026 auf dem 39. Gipfel der Afrikanischen Union in Addis Abeba die Notwendigkeit umfassender Reformen der globalen Institutionen betont. Er bezeichnete das Fehlen permanenter afrikanischer Sitze im Sicherheitsrat als „unvertretbar“ und betonte: „Dies ist 2026 – nicht 1946.“
Frieden
Guterres forderte ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen im Sudan, die Wiederaufnahme von Dialogen im Südsudan und die Achtung der territorialen Integrität der Demokratischen Republik Kongo. Er verwies zudem auf die Notwendigkeit afrikanisch geführter politischer Lösungen in der Sahelzone, Libyen und am Horn von Afrika, die durch beständige internationale Unterstützung gesichert werden sollten.
Wirtschaftliche Maßnahmen
Der Generalsekretär wies auf eine jährliche Finanzierungslücke von 4 Billionen US‑Dollar für die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) in den Entwicklungsländern hin. Er kritisierte, dass Afrika mehr an Schuldenservice und illegalen Finanzströmen verliere, als es an Hilfe erhalte. Guterres forderte die Verdreifachung der Kreditfähigkeit multilateraler Entwicklungsbanken und die Gewährleistung einer realen Stimme der Entwicklungsländer in internationalen Finanzinstitutionen.
Klimagerechtigkeit
Im Hinblick auf das Klima betonte Guterres, dass die Wissenschaft eindeutig sei: Die Erde werde die 1,5‑Grad‑Celsius‑Grenze überschreiten, wenn nicht sofortige Maßnahmen ergriffen würden. Er verwies darauf, dass Afrika kaum zur Klimakrise beigetragen habe, jedoch überdurchschnittlich unter deren Folgen leide. Der Generalsekretär forderte die Verdopplung der Anpassungsfinanzierung, die Mobilisierung von 1,3 Billionen US‑Dollar pro Jahr bis 2035 für Entwicklungsländer und den Ausbau des Fonds für Verlust und Schaden.
Reform der globalen Institutionen
Guterres unterstrich die Dringlichkeit einer Reform des Sicherheitsrats, um die dauerhafte Vertretung Afrikas sicherzustellen. Er betonte, dass Entscheidungen, die Afrika und die Welt betreffen, nur mit afrikanischer Beteiligung getroffen werden können.
Ausblick
Der Generalsekretär schloss mit dem Hinweis, dass die Partnerschaft zwischen den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union stärker sei denn je, basierend auf Respekt, kontinuierlichem Dialog und unbeirrbarer Solidarität. Er rief zu einem gemeinsamen Vorgehen auf, um Frieden, wirtschaftliche Gerechtigkeit und Klimaschutz in Afrika zu fördern.
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