Die schwersten Angriffe auf Kiew in diesem Jahr haben über Nacht 17 Menschen das Leben gekostet und erhebliche Schäden an ziviler Infrastruktur verursacht. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, verurteilte die Angriffe als klare Verletzung des humanitären Völkerrechts.
Tödlichste Angriffe auf Kiew
Der Vorfall reiht sich in eine Reihe von Luftangriffen ein, die seit Beginn des Jahres die höchste Zahl ziviler Opfer verzeichnen. Guterres betonte, dass sowohl russische als auch ukrainische Angriffe in den letzten Wochen zu Hunderten von zivilen Opfern geführt hätten.
Weitere Angriffe in der Ukraine
In den Städten Charkiw und Donezk wurden über Nacht jeweils ein und drei Menschen getötet. Laut Angaben russischer Behörden führte ein ukrainischer Angriff auf ein Lagerhaus in der Region Moskau zu fünf Toten, während ein Drohnenangriff der Ukraine an einem belebten Strand in der Region Krasnodar sieben Menschen das Leben kostete.
UN‑Statistiken zu zivilen Opfern
Im ersten Halbjahr 2026 bestätigte die Vereinten Nationen fast 1.400 getötete und fast 8.000 verletzte ukrainische Zivilisten, die durch russische Angriffe ums Leben kamen. Russische Behörden gaben an, seit 2022 mehr als 8.000 Zivilisten getötet zu haben und berichteten von 61 Toten sowie 327 Verletzten durch ukrainische Angriffe in der letzten Julikwoche.
Humanitäre Lage
Das Hilfswerk OCHA meldet, dass 10,8 Millionen Menschen humanitäre Unterstützung benötigen und 3,8 Millionen Ukrainer weiterhin innerhalb des Landes vertrieben sind.
Aufruf zu sofortigem Waffenstillstand
Guterres forderte ein sofortiges Ende aller Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur und appellierte an alle Parteien, die Freiheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer zu gewährleisten, um die globale Nahrungsmittelversorgung nicht zu gefährden. Der UN‑Stellvertreter Farhan Haq wiederholte den Aufruf zu einem sofortigen, bedingungslosen Waffenstillstand und zu einer nachhaltigen Friedenslösung im Einklang mit dem Völkerrecht.
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