USA: Hausgeburten erhöhen das Risiko von Kindersterblichkeit unter fünf Jahren in Äthiopien
Eine Studie, die auf Daten der Ethiopian Mini Demographic and Health Survey 2019 basiert, hat einen signifikanten Zusammenhang zwischen Hausgeburten und der Mortalität von Kindern unter fünf Jahren in Äthiopien festgestellt. Von 5.517 befragten Personen mit Geburtshintergrund wurden 2.842 (51,5%) zu Hause entbunden, und 269 (4,87%) berichteten über mindestens einen Kindstod im Alter unter fünf Jahren.
Methodik
Die Forschenden setzten ein Querschnittsdesign ein und nutzten STATA Version 17 sowie R Version 4.2.2 für Datenaufbereitung und Analyse. Der chi‑Quadrat‑Test prüfte die Assoziation zwischen Hausgeburten und Kindstötungen, während ein multivariates, mehrstufiges bivariates Modell signifikante Einflussfaktoren identifizierte.
Ergebnisse
Die statistische Prüfung ergab eine deutliche Assoziation (χ² = 3,83, p < 0,0001). Der adjustierte Odds‑Ratio (AOR = 2,19, 95 %‑KI: 1,89–2,62) zeigt, dass Personen, die zu Hause entbunden haben, ein mehr als doppelt so hohes Risiko für einen Kindstod unter fünf Jahren aufweisen im Vergleich zu Personen, die im Gesundheitswesen entbunden wurden.
Determinanten
Zusätzlich zu der Geburtsort‑Variable wurden Bildungsniveau, Vermögen, Antennen‑ und Nachsorge, Mediennutzung, ländliche Wohnlage, extremes mütterliches Alter und regionale Disparitäten als signifikante Prädiktoren identifiziert. Höhere Bildung, besserer materielle Status und regelmäßige medizinische Betreuung reduzierten das Risiko, während ländliche Regionen und geringes Einkommen es erhöhten.
Implikationen
Die Befunde legen nahe, dass gezielte Interventionen im ländlichen Raum, Ausbau von Bildungsangeboten für Frauen, Förderung von Antennen‑ und Nachsorgeprogrammen sowie medienbasierte Gesundheitspromotionen entscheidend sein können, um Hausgeburten zu reduzieren und die Kindersterblichkeit zu senken.
Schlussfolgerung
Die vorliegende Analyse verdeutlicht, dass Hausgeburten und die Mortalität von Kindern unter fünf Jahren in Äthiopien eng miteinander verknüpft sind und durch ein Zusammenspiel individueller, häuslicher und gemeindebezogener Faktoren bestimmt werden. Politische Entscheidungsträger sollten auf Basis dieser Evidenz Maßnahmen ergreifen, um den Zugang zu qualifizierten Entbindungsdiensten zu verbessern und damit langfristig die Gesundheitslage von Kindern zu stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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