Eine longitudinale Analyse von Daten aus der iHEART‑SA‑Studie, die zwischen August 2022 und Mai 2024 in neun öffentlichen Grundversorgungs‑Clinis in Johannesburg durchgeführt wurde und bis Mai 2025 nachverfolgt wurde, untersuchte den Verlauf des Bluthochdruck‑Versorgungs‑Trichters bei erwachsenen Patienten mit bekanntem HIV‑Status.
Studienrahmen
Die Untersuchung war eine sekundäre Analyse von Routinedaten, wobei alle Patienten ab 18 Jahren, die chronische Versorgung erhielten und deren medizinische Akte vollständig war, einbezogen wurden.
Teilnehmer und Baseline
Insgesamt wurden 23 855 Patienten erfasst, davon 78,5 % (18 756) Menschen mit HIV. Das mittlere Alter betrug 42 Jahre (IQR 36–49) und der mittlere systolische Blutdruck lag bei 132 mmHg (IQR 120–145). Der Frauenanteil betrug 69 %.
Diagnose von Bluthochdruck
Patienten mit HIV waren im Vergleich zu HIV‑negativen Patienten deutlich häufiger nicht diagnostiziert (adjustierter relatives Risiko = 3,40; 95 % KI 2,45–4,73; p < 0,001).
Behandlung und Blutdruckkontrolle
Unter den behandelten Patienten erreichten HIV‑positive Patienten seltener die Blutdruckkontrolle (aRR = 0,85; 95 % KI 0,75–0,97; p = 0,012).
Regression im Verlauf
Während der Nachbeobachtungszeit traten bei HIV‑positiven Patienten höhere Rückfallraten auf, etwa ein Rückgang zu unbehandeltem Bluthochdruck (22 % gegenüber 11 % bei HIV‑negativen; aRR = 1,51; 95 % KI 1,03–2,23; p = 0,037) und ein Übergang von kontrolliert zu unkontrolliert (aRR = 1,10; 95 % KI 1,02–1,18; p = 0,010).
Einschränkungen
Die Studie nutzte Routinedaten, was zu variabler Nachverfolgung und zur Erfassung von Therapien ausschließlich über dokumentierte Medikation führte.
Implikationen für das Gesundheitssystem
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit integrierter und gezielter Versorgungsmodelle, die eine kontinuierliche Behandlung und nachhaltige Blutdruckkontrolle bei Patienten mit HIV sicherstellen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS Medicine, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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