Sonstige: Hochrangige Vertreter stärken Ebola‑Vorbereitung in Südsudan
Hintergrund und Risikoeinstufung
Am 2. Juni 2026 besuchten Vertreter der südsudanesischen Regierung, des WHO-Representativs und des UNICEF das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit (NPHI) sowie die Infektionskrankheiten‑Einheit (IDU) in Juba, um die Notfallvorbereitung angesichts der anhaltenden Bundibugyo‑Ebola‑Ausbrüche in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo zu stärken.
Risiko fĂĽr SĂĽdsudan
Südsudan wird als sehr hohes Risiko für die Einfuhr von Bundibugyo‑Ebola‑Fällen eingestuft, weil das Land an die betroffenen Regionen in der Demokratischen Republik Kongo grenzt und ein intensiver Personenverkehr mit Uganda besteht.
Erklärungen des Präsidentenbotschafters
Der Senior Presidential Envoy, Hon. Adut Salva Kiir, betonte die Verpflichtung der Regierung, die Bevölkerung zu schützen, und kündigte die Bereitstellung von bis zu zehn Fahrzeugen an, um den Transport des NPHI zu erleichtern. Er forderte zudem Aufklärung auf Graswurzelebene, um die Bevölkerung mit notwendigen Informationen zu versorgen.
Einrichtung des Infektionskrankheitszentrums
Die besuchte Einrichtung dient als temporärer Isolations‑ und, falls nötig, Behandlungslokal für Bundibugyo‑Ebola. Sie wird vom International Medical Corps betrieben, finanziert von der Europäischen Zivilschutz‑ und Humanitären Hilfe (ECHO) und mit Ausrüstung von der WHO ausgestattet.
Stellungnahme des Gesundheitsministers
Gesundheitsminister Hon. Luke Thompson Thoan wies auf die Herausforderungen im Gesundheitssektor hin und erklärte, dass die Regierung rasche Maßnahmen ergreife, um das Land vor Krankheitsausbrüchen zu schützen.
Bedarf des Nationalen Gesundheitsinstituts
Der Geschäftsführer des NPHI, Dr. Kediende Chong, hob die Notwendigkeit zusätzlicher Ressourcen für die Ebola‑Vorbereitung hervor und forderte den Ausbau der IDU von einer temporären zu einer dauerhaften, sicheren Struktur.
Bewertung der WHO
Der WHO‑Vertreter Dr. Humphrey Karamagi betonte das Risiko, das der Ebola‑Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo für Südsudan darstelle, und rief zu einer robusten, sektorübergreifenden Zusammenarbeit unter Regierungsführung auf, um mögliche Ausbrüche zu verhindern.
Operative MaĂźnahmen der WHO
Die WHO arbeitet in besonders gefährdeten Gebieten wie Juba, Nimule, Yei, Tambura, Yambio und Maridi eng mit den jeweiligen staatlichen Gesundheitsministerien und Partnern zusammen, um strategische Führungs‑ und Unterstützungsmaßnahmen für eine rechtzeitige Risikominimierung, Erkennung und Reaktion bereitzustellen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Weltgesundheitsorganisation, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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