USA: Hohe Co‑Infektionsrate von EAEC, Shigella/EIEC und Norovirus bei geimpften Kindern unter fünf in Ghana
In einer Querschnittsstudie im Anloga District, Ghana, wurden Kinder unter fünf Jahren, die gegen Rotavirus geimpft waren, auf die Ursachen von Durchfallerkrankungen untersucht. Ziel war es, das aktuelle Erregerspektrum zu bestimmen und Zusammenhänge mit der Krankheitsschwere zu analysieren.
Studiendesign und Probenanalyse
Die Forscher sammelten Stuhlproben von 38 Patienten, die sich mit akuter Diarrhoe in der örtlichen Gesundheits‑Einrichtung vorstellten. Die Proben wurden mittels ELISA und TAQMAN‑Array‑Card‑RT‑PCR auf bakterielle, virale und parasitäre Erreger untersucht. Zusätzlich wurde die Vesikari‑Skala zur Bewertung der Krankheitsschwere angewendet.
Demografische Daten
Das mittlere Alter der untersuchten Kinder betrug 21,5 Monate (IQR 12‑30). Von den 38 Fällen waren 55,3 % (21) männlich. Etwa die Hälfte der Fälle (20) wurde als moderat eingestuft.
Häufigste Erreger
Der am häufigsten nachgewiesene Erreger war Enteroaggregative Escherichia coli (EAEC) mit einer Prävalenz von 52,6 % (20/38). Shigella/Enteroinvasive Escherichia coli (Shigella/EIEC) folgte mit 76,3 % (29/38), gefolgt von Norovirus (26,3 % = 10/38). Rotavirus A wurde nur in 2,5 % (1/38) der Proben gefunden. Als einziger Parasitenbefund wurde Giardia identifiziert.
Co‑Infektionen
Eine Co‑Infektion wurde bei 94,7 % (36/38) der Fälle nachgewiesen. Besonders häufig waren Kombinationen aus Bakterien und Viren, die in 73,3 % (11/15) der moderat‑schweren Fälle auftraten. Norovirus war in 75 % (3/4) der schweren Fälle präsent.
Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Die Studie zeigt, dass trotz Rotavirus‑Impfung EAEC, Shigella/EIEC und Norovirus die dominierenden Erreger bei Durchfallerkrankungen von Kindern unter fünf Jahren in Ghana sind. Die hohe Rate von Co‑Infektionen, insbesondere Bakterien‑Virus‑Kombinationen, korreliert mit einer erhöhten Krankheitsschwere. Die Autoren empfehlen ein regelmäßiges Erreger‑Monitoring durch den Ghana Health Service in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen sowie die Verstärkung von Wasser‑, Sanitär‑ und Hygienemaßnahmen zur Prävention.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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