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Hohe körperliche und emotionale Belastung von Pflegekräften in Flüchtlingskrankenhäusern in Libanon und Jordanien
AI GENERATED 23.06.2026 21:35 Wissenschaft und Forschung

Hohe körperliche und emotionale Belastung von Pflegekräften in Flüchtlingskrankenhäusern in Libanon und Jordanien

International: Hohe körperliche und emotionale Belastung von Pflegekräften in Flüchtlingskrankenhäusern in Libanon und JordanienEine aktuelle Querschnittsstudie hat die physische und emotionale Gesundheit von Pflegekräften untersucht, die in Krankenhäusern…

International: Hohe körperliche und emotionale Belastung von Pflegekräften in Flüchtlingskrankenhäusern in Libanon und Jordanien

Eine aktuelle Querschnittsstudie hat die physische und emotionale Gesundheit von Pflegekräften untersucht, die in Krankenhäusern mit syrischen Flüchtlingen in Libanon und Jordanien tätig sind. Die Erhebung erfolgte im Zeitraum 2022/2023 und richtete sich an Beschäftigte im klinischen Umfeld, um das Ausmaß von Rückenschmerzen, allgemeiner Schwäche und emotionaler Erschöpfung zu quantifizieren.

Methodik

Die Befragung wurde schriftlich an 976 Pflegekräfte in Libanon (Rücklaufquote 52 %) und an 2 012 Pflegekräfte in Jordanien (Rücklaufquote 80,5 %) verteilt. Erfasst wurden demografische Merkmale, Arbeitszeit, Einsatzbereich sowie psychosoziale Arbeitsbedingungen. Zur Analyse kamen logistische und lineare Regressionsmodelle sowie Random‑Forest‑Algorithmen zum Einsatz, sowohl für den kombinierten Datensatz als auch länderspezifisch.

Körperliche Gesundheitsbelastungen

Fast sechs von zehn befragten Pflegekräften in Libanon und mehr als sieben von zehn in Jordanien berichteten von starker allgemeiner Schwäche. Rückenschmerzen traten bei über 60 % der Teilnehmenden beider Länder in starker Ausprägung auf, was die physische Belastung in den jeweiligen Kliniken verdeutlicht.

Emotionale Erschöpfung

Die durchschnittliche Ausprägung emotionaler Erschöpfung war in Jordanien mit einem Mittelwert von 4,13 (SD = 1,39) höher als in Libanon (Mittelwert = 3,49, SD = 1,70). Diese Werte spiegeln ein signifikantes Risiko für Burnout‑Symptome bei den befragten Pflegekräften wider.

Determinanten und Risikofaktoren

Analyseergebnisse zeigten, dass Alter, Geschlecht, gearbeitete Stunden und der Einsatzbereich signifikante demografische und berufliche Prädiktoren waren. Zusätzlich erwiesen sich Arbeitskonflikte, subjektiv empfundene Arbeitsbelastung, fehlende Vorbereitung auf die Tätigkeit und Stress durch Arbeitsbelastung als zentrale Faktoren, die die Gesundheitsbelastungen verstärken.

Schutzfaktoren und organisatorische Ressourcen

Ressourcen im Pflegebereich sowie ein funktionierendes Teamwork wurden durchgehend als schützende Elemente identifiziert. Random‑Forest‑Modelle bestätigten die hohe Bedeutung von Arbeitsbelastungsvariablen und zeigten zudem eine enge Verknüpfung zwischen körperlicher Gesundheit und emotionaler Erschöpfung.

Implikationen für das Gesundheitssystem

Die Ergebnisse unterstreichen den Bedarf an systemweiten Personalpolitiken, die Arbeitsbelastungen regulieren, Personalkapazitäten optimieren und organisatorische Unterstützung stärken. Solche Maßnahmen könnten das Wohlbefinden der Pflegekräfte fördern und die Resilienz der Gesundheitssysteme in flüchtlingsbeherbergenden und ressourcenknappen Umgebungen erhöhen.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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