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Hohe Prävalenz von Bluthochdruck und Diabetes bei Erwachsenen ab 40 in Afrika
AI GENERATED 07.07.2026 22:10 Wissenschaft und Forschung

Hohe Prävalenz von Bluthochdruck und Diabetes bei Erwachsenen ab 40 in Afrika

Eine multinationale Querschnittsstudie hat bei 5.296 erwachsenen Teilnehmenden ab 40 Jahren in ländlichen und städtischen Regionen von Gambia, SĂĽdafrika und Simbabwe eine Gesamtprävalenz von 55,6 % fĂĽr Bluthochdruck und…

Eine multinationale Querschnittsstudie hat bei 5.296 erwachsenen Teilnehmenden ab 40 Jahren in ländlichen und städtischen Regionen von Gambia, Südafrika und Simbabwe eine Gesamtprävalenz von 55,6 % für Bluthochdruck und 14,0 % für Diabetes ermittelt. Die Werte variierten stark nach Land und Gebiet: In ländlichem Gambia lag die Bluthochdruckrate bei 39,6 % (95 %‑KI 36,7–42,7), in städtischem Simbabwe bei 66,9 % (64,1–69,7); die Diabetesrate reichte von 9,2 % (7,6–11,0) in städtischem Simbabwe bis 19,4 % (16,9–22,1) in ländlichem Südafrika.

Studienpopulation und Methodik

Die Erhebung erfolgte zwischen 2022 und 2024 mittels standardisierter Fragebögen und klinischer Messungen. Bluthochdruck und Diabetes wurden anhand von Selbstangaben, Medikamentengebrauch sowie Blutdruck‑ bzw. Glukosemessungen definiert. Die Lebensqualität wurde mit dem EuroQol‑5D‑5L erfasst; ein Unterschied von 0,054 wurde als klinisch relevant angesehen.

Risikofaktoren

Übergewicht und Adipositas erhöhten das Risiko für beide Erkrankungen signifikant. Im Vergleich zu Normalgewicht lag das adjustierte Odds Ratio für Bluthochdruck bei 1,73 (95 %‑KI 1,47–2,03) bzw. 2,08 (1,74–2,49) und für Diabetes bei 1,53 (1,22–1,91) bzw. 2,12 (1,67–2,69).

Versorgungsstufen bei Bluthochdruck

Von allen mit Bluthochdruck Diagnostizierten erreichten 31,0 % (913/2.944) sowohl Behandlung als auch Kontrolle. Gleichzeitig blieben 27,2 % (800/2.944) undurchschnitte, und 26,0 % (766/2.944) waren behandelt, jedoch nicht kontrolliert. Die Erreichung der angestrebten 80‑80‑80‑Ziele lag bei 72,8 % für Diagnose, 78,3 % für Behandlung und 54,4 % für Kontrolle.

Versorgungsstufen bei Diabetes

Bei Diabetes erreichten 21,9 % (161/735) Behandlung und Kontrolle. 49,7 % (365/735) waren nicht diagnostiziert, und 15,4 % (113/735) diagnostiziert, jedoch unbehandelt. Die Zielerreichungsquoten für Diagnose, Glukosekontrolle, Blutdruckkontrolle und Statineinsatz betrugen 50,8 %, 65,7 %, 60,4 % bzw. 17,8 %.

Auswirkungen auf die Lebensqualität

Der durchschnittliche HRQoL‑Nutzenwert betrug 0,829 ± 0,107. Im Vergleich zu nicht Betroffenen war die Lebensqualität bei unbehandeltem Bluthochdruck um –0,07 Punkte reduziert (95 %‑KI –0,05 bis –0,08). Bei behandelten und kontrollierten Diabetes war die Reduktion –0,07 Punkte in Gambia und –0,08 Punkte in Simbabwe. Das Vorhandensein mindestens einer Komplikation senkte den Nutzenwert um –0,04 Punkte.

Regionale Unterschiede

Südafrika erreichte bei beiden Erkrankungen höhere Zielerreichungsquoten als Gambia und Simbabwe. Unterdiagnose und unzureichende Therapie waren insbesondere bei Männern und in Gambia ausgeprägter.

Einschränkungen der Studie

Das Design ist querschnittlich, wodurch Kausalzusammenhänge nicht belegt werden können. Zudem beruhen Blutdruck‑ und Glukosewerte auf Einzelmessungen, was Messungenauigkeiten begünstigen kann.

Implikationen und Handlungsempfehlungen

Die Ergebnisse unterstreichen den dringenden Bedarf an breit angelegten Screening‑ und Präventionsprogrammen für Erwachsene ab 40 Jahren, insbesondere zur Bekämpfung von Übergewicht. Eine rasche Diagnostik, konsequente Therapie und kontinuierliche Überwachung sind erforderlich, um Komplikationen zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhalten.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS Medicine, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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