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Hohe Prävalenz von Unterernährung bei krebskranken Kindern in Afrika – neue Metaanalyse
AI GENERATED 09.07.2026 22:30 Wissenschaft und Forschung

Hohe Prävalenz von Unterernährung bei krebskranken Kindern in Afrika – neue Metaanalyse

International: Hohe Prävalenz von Unterernährung bei krebskranken Kindern in Afrika – neue MetaanalyseEine aktuelle systematische Ăśbersicht und Metaanalyse hat ergeben, dass rund 40 % der krebskranken Kinder in Afrika…

International: Hohe Prävalenz von Unterernährung bei krebskranken Kindern in Afrika – neue Metaanalyse

Eine aktuelle systematische Übersicht und Metaanalyse hat ergeben, dass rund 40 % der krebskranken Kinder in Afrika von Unterernährung betroffen sind. Die Studie, veröffentlicht in PLOS ONE, fasst Daten von 2.419 Patienten aus acht afrikanischen Ländern zusammen und liefert damit den bislang umfassendsten Überblick über das Ausmaß dieses Problems.

Methodik der Analyse

Forscherinnen und Forscher durchsuchten die Datenbanken PubMed/MEDLINE, EMBASE und Web of Science nach Beobachtungsstudien, die zwischen Januar 2000 und Dezember 2025 veröffentlicht wurden und Unterernährung bei Kindern und Jugendlichen (0–19 Jahre) mit bestätigter Krebserkrankung in afrikanischen Gesundheitseinrichtungen berichteten. Zwei unabhängige Gutachter prüften die Studien, extrahierten die Daten und bewerteten die Qualität mit dem Joanna‑Briggs‑Institute‑Checkliste. Die gepoolte Prävalenz wurde mittels eines Random‑Effects‑Modells und einer Freeman‑Tukey‑Transformation berechnet.

Ergebnisse zur Prävalenz

Die Analyse umfasste sechzehn unabhängige Kohorten. Der gepoolte Anteil von Unterernährung oder akuter Mangelernährung lag bei 39,7 % (95 %‑KI: 30,7 %–49,1 %). Einzelne Studien berichteten Werte zwischen 11,7 % und 67,6 %. Die Heterogenität war mit einem I²‑Wert von 95,3 % (95 %‑KI: 92,7 %–96,1 %, p < 0,001) sehr hoch, was auf erhebliche Unterschiede zwischen den untersuchten Populationen hinweist.

Einfluss der Messmethoden

Untersucht wurde zudem, welchen Einfluss das verwendete Diagnoseverfahren auf die gemeldeten Prävalenzraten hat. Studien, die den Oberarmumfang (MUAC) als Messgröße nutzten, identifizierten konsequent höhere Raten von Unterernährung im Vergleich zu Studien, die ausschließlich Gewicht‑für‑Größe‑ oder Body‑Mass‑Index‑Kriterien anwendeten. Dies deutet darauf hin, dass das gewählte Screening‑Tool einen entscheidenden Unterschied bei der Erfassung von Mangelernährung macht.

Zusammenhang mit klinischen Outcomes

In zwei der eingeschlossenen Kohorten wurde ein signifikanter Zusammenhang zwischen Unterernährung und schlechteren klinischen Ergebnissen nachgewiesen. Unterernährte Patienten wiesen eine höhere Chemotherapie‑Toxizität, vermehrte neutropenische Episoden, ein erhöhtes Risiko für Sepsis und eine reduzierte Gesamtüberlebensrate auf.

Handlungsempfehlungen fĂĽr die Versorgung

Die Autoren empfehlen die flächendeckende Einführung von MUAC‑basierten Screening‑Programmen, die Entwicklung algorithmischer Leitlinien für ernährungsbezogene Interventionen und die Integration von sozioökonomischen Vulnerabilitätsbewertungen in die onkologische Routineversorgung. Ziel sei es, die Verträglichkeit von Therapien zu verbessern und die Überlebenschancen zu erhöhen.

Einschränkungen und Ausblick

Die Evidenzbasis wurde von der GRADE‑Bewertung als sehr niedrig eingestuft, vor allem wegen der hohen Heterogenität und der begrenzten Anzahl von Studien, die klinische Endpunkte analysierten. Weitere prospektive, multizentrische Studien seien erforderlich, um die Wirksamkeit standardisierter Ernährungsinterventionen zu prüfen.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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