In einer querschnittlichen Studie wurden 600 adipöse Personen (BMI ≥ 30 kg/m²) ohne diagnostizierte Begleiterkrankungen untersucht, um den Zusammenhang zwischen dem Dietary Phytochemical Index (DPI) und Parametern der Insulinresistenz, Entzündungsmarkern sowie Trimethylamin‑N‑Oxid (TMAO) zu analysieren.
Methodik
Die Probanden gaben ihre Nahrungsaufnahme über einen validierten 110‑Fragen‑Food‑Frequency‑Questionnaire an, aus dem der DPI berechnet wurde. Nach einer nächtlichen Fastenphase wurden Blutproben entnommen und auf Glukose, Insulin, HOMA‑IR, Lipidprofil, C‑reaktives Protein (CRP), Interleukin‑6 (IL‑6), Tumor‑nekrose‑Faktor‑α (TNF‑α), Lipopolysaccharid‑bindendes Protein (LBP), Adiponectin und TMAO analysiert. Multivariate Regressions‑ und Mediationsanalysen wurden durchgeführt, um unabhängige Zusammenhänge zu prüfen.
Ergebnisse: Körperliche Merkmale
Personen im obersten DPI‑Quartil wiesen im Mittel einen niedrigeren Body‑Mass‑Index, einen geringeren Taillenumfang und eine reduzierte Fettmasse im Vergleich zu den Personen im untersten Quartil auf.
Ergebnisse: Glukose‑ und Insulinparameter
Der durchschnittliche Nüchternblutzucker betrug 4,52 ± 0,06 mmol/L im höchsten DPI‑Quartil versus 5,92 ± 0,24 mmol/L im niedrigsten Quartil (P < 0,001). Die Insulinkonzentration lag bei 65,6 ± 2,4 pmol/L gegenüber 120,4 ± 18,0 pmol/L (P < 0,001). Entsprechend war der HOMA‑IR‑Wert mit 1,90 ± 0,09 deutlich niedriger als 4,59 ± 0,82 (P < 0,001).
Ergebnisse: Entzündungs‑ und Metabolitenmarker
Höhere DPI‑Werte korrelierten mit niedrigeren CRP‑ und TNF‑α‑Konzentrationen sowie mit reduzierten TMAO‑Spiegeln (alle P < 0,001). Gleichzeitig waren die Konzentrationen von Adiponectin und HDL‑C erhöht (P < 0,001).
Schlussfolgerungen
Die Untersuchung legt nahe, dass ein phytochemienreicher Ernährungsstil mit einer geringeren systemischen Entzündungsbelastung und einer verbesserten Insulinsensitivität bei adipösen Erwachsenen einhergeht. Die Ergebnisse unterstützen die Annahme, dass phytochemische Komponenten potenziell zur Modulation von Stoffwechselstörungen beitragen können.
Ausblick
Die Autoren betonen, dass prospektive, randomisierte kontrollierte Studien erforderlich sind, um die beobachteten Assoziationen zu bestätigen und kausale Zusammenhänge zu klären.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
Ende der Ăśbertragung