USA: Hubble enthüllt junge Sterne im Trifid-Nebel zum 36. Jubiläum
Das Hubble-Weltraumteleskop hat ein neues Bild des Trifid-Nebels veröffentlicht, das die Entstehung junger Sterne in einer Entfernung von etwa 5.000 Lichtjahren zur Erde zeigt. Die Aufnahme markiert das 36. Jubiläum der Mission, das am 24. April gefeiert wird, und nutzt fast die gesamte bisherige Betriebsdauer des Teleskops.
Neues Bild zum 36. Jubiläum
Das aktuelle Foto wurde mit der Wide Field Camera 3 aufgenommen und steht im Vergleich zu einer Aufnahme von 1997, die mit der Wide Field and Planetary Camera 2 erstellt wurde. Die neue Kamera bietet ein größeres Sichtfeld und höhere Empfindlichkeit, wodurch Details sichtbar werden, die zuvor verborgen waren.
Veränderungen im Trifid-Nebel
Durch den Vergleich beider Aufnahmen lassen sich strukturelle Veränderungen im Nebel über einen Zeitraum von 29 Jahren beobachten. Unter anderem zeigen sich Bewegungen von Gas- und Staubwolken, die von den Strahlungen massereicher Sterne angetrieben werden.
Verbesserte Kamera und Instrumente
Die während der vierten Servicemission installierte Kamera ermöglicht die Erfassung von ultraviolettem, sichtbarem und nahinfrarotem Licht. Diese Bandbreite erlaubt es, sowohl die heißen, jungen Sterne als auch die kälteren, von Staub verhüllten Protosterne zu untersuchen.
Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Sternentstehung
Im Bild ist ein markanter „Kopf“ und ein welliger „Körper“ einer rustfarbenen Gas‑ und Staubwolke zu sehen, die an eine Meereslimone erinnert. Aus dem linken „Horn“ schießt ein Herbig‑Haro‑Jet, dessen Geschwindigkeit und Energie nun präziser gemessen werden können, was Aufschluss über die Wechselwirkung junger Sterne mit ihrer Umgebung gibt.
ZukĂĽnftige Beobachtungen und Missionen
Forscher planen, die Daten mit Beobachtungen des James‑Webb‑Weltraumteleskops zu kombinieren und künftig mit dem Nancy‑Grace‑Roman‑Weltraumteleskop großflächige Infrarot‑Surveys des Trifid‑Nebels durchzuführen. Langfristig soll das Konzept des Habitable‑Worlds‑Observatory die Auflösung weiter erhöhen und die Suche nach erdähnlichen Planeten unterstützen.
Datenzugang und Publikationen
Bis heute hat Hubble über 1,7 Millionen Beobachtungen durchgeführt, die von rund 29 000 Astronomen in mehr als 23 000 Fachartikeln genutzt wurden. Alle Daten stehen im öffentlichen Barbara‑A‑Mikulski‑Archiv der Space‑Telescope‑Science‑Institute zur Verfügung.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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