NASA hat zwischen dem 12. und 17. Januar 2026 eine neue Bildersammlung des Hubble‑Weltraumteleskops veröffentlicht, die protoplanetare Scheiben um junge Sterne in sichtbarem und infrarotem Licht zeigt. Die Aufnahmen verdeutlichen, wie Sterne und mögliche Planeten aus Gas‑ und Staubwolken entstehen.

Neue sichtbare Aufnahmen

In den sichtbaren Bildern sprühen Gasausbrüche aus Protosternen, beispielsweise HH 390 mit einem einseitigen Nebel, sowie die symmetrische Scheibe Tau 042021, die bereits fortgeschrittene Staubentwicklung aufweist. Das Doppelsternsystem HH 48 zeigt, wie die Gravitation des größeren Sterns die Scheibe des kleineren beeinflusst, und ESO Hα574 präsentiert einen kompakten, stark fokussierten Ausfluss, einer der lichtschwächsten Rand‑Sicht‑Scheiben.

Details zu Jets und Entfernungen

Die bipolaren Jets erreichen Geschwindigkeiten von etwa 93 Meilen (150 km) pro Sekunde und stammen von Protosternen in der Taurus‑Molekülwolke (ca. 450 Lichtjahre) sowie aus der Chameleon I‑Region (ca. 500 Lichtjahre). Die schnellen Gase kollidieren mit umgebendem Material, wodurch Schockemissionen entstehen, die im Bild als leuchtende Bereiche sichtbar sind.

Infrarotdarstellungen

Infrarotaufnahmen enthüllen dicke, staubige Scheiben, deren Schatten im umgebenden Hüllmaterial zu sehen sind. Die abgebildeten Sterne liegen im Orion‑Molekülwolkenkomplex (ca. 1 300 Lichtjahre) und im Perseus‑Komplex (ca. 1 500 Lichtjahre). Im Infrarot kann das zentrale Sternlicht durch die dichte Staubschicht dringen, während die Jets dort nicht mehr erkennbar sind.

Wissenschaftliche Bedeutung

Die Beobachtungen belegen, dass das um den Protostern rotierende Gas‑ und Staubdiskusmaterial weiter an das wachsende Sternobjekt abgegeben wird, während die Jets überschüssiges Drehmoment abführen und so ein zu schnelles Drehen verhindern. Diese Prozesse sind entscheidend für die Entstehung von Planeten aus den verbleibenden Partikeln.

Begleitende Forschungsergebnisse

Eine umfassende Hubble‑Umfrage von Orion‑Protosternen ergab, dass dichtere Sternregionen häufiger Begleitsterne besitzen. Der Anteil von Begleitsternen ist dabei sowohl bei Hauptreihensternen als auch bei deren jüngeren Gegenstücken vergleichbar.

Zugriff und Weiterverbreitung

Die Bilder stehen zum Download bereit (34,6 MB bzw. 36,6 MB) und werden täglich aktualisiert. Interessierte können den offiziellen Hubble‑Account @NASAHubble auf sozialen Medien folgen, um weitere Aufnahmen aus den sogenannten „Stellar Construction Zones“ zu erhalten.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).

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