Am 17. Juli 2026 berichteten UN‑Humanitärexperten, dass die Nahrungsmittelversorgung für mehr als 100 000 Vertriebene in den Lagern von El Obeid stark eingeschränkt ist. Der World Food Programme (WFP) Direktor Abdallah Alwardat erklärte, dass die Rationen reduziert werden und die Betroffenen die Nahrung untereinander teilen, weil sie keine anderen Einkommensquellen haben.
Situation vor Ort
Die Lager in El Obeid beherbergen über 100 000 Menschen, die seit mehr als drei Jahren vor den anhaltenden Kämpfen zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid‑Support‑Forces fliehen mussten. Die Versorgung mit Wasser, Treibstoff und Lebensmitteln sei stark eingeschränkt, was die humanitäre Lage weiter verschärfe.
Versorgungsengpässe
Laut WFP‑Vertreter werden derzeit nur reduzierte Nahrungsmittelrationen verteilt, die von den Empfängern häufig an andere Familien weitergegeben werden. Zusätzlich erhalten rund 17 000 Kinder Nahrungsergänzungsmittel, doch der Bedarf übersteigt das aktuelle Angebot deutlich.
Finanzielle Herausforderungen
Der Direktor betonte, dass die Ressourcen für die Fortführung und den Ausbau der Hilfsmaßnahmen begrenzt seien. Ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung könne die Organisation die aktuelle Versorgung nicht aufrechterhalten, geschweige denn ausbauen.
Ausblick und geplante MaĂźnahmen
Alwardat erklärte, dass bei ausreichender Finanzierung die Verteilung von Nahrungsmitteln für die nächsten zwei Monate bereits vorgeplant sei und die Ausweitung der Hilfe über die derzeit unterstützten 100 000 Personen hinaus angestrebt werde.
Hintergrund des Konflikts
Der seit 2023 andauernde Konflikt zwischen den sudanesischen Streitkräften und den RSF‑Milizen hat mehr als 14 Millionen Menschen vertrieben und das Land zur weltweit größten Binnenfluchtkrise gemacht. Fast 20 Millionen Menschen gelten als akut lebensmittelunsicher.
Humanitäre Lage in Zahlen
WFP unterstützt zwischen drei und fünf Millionen der am stärksten gefährdeten Menschen. In El Obeid fehlen jedoch weiterhin ausreichende Mengen an Nahrungsmitteln, Wasser und Treibstoff, was die tägliche Lebenssituation der Vertriebenen stark belastet.</p
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