Ein neu entwickeltes immersives Virtual‑Reality‑Simulationsprogramm für die Sturzprävention (IVRsim‑FMP) wurde von 18 Pflegestudenten des vierten Studienjahres getestet und zeigte sowohl eine akzeptable Bedienbarkeit als auch ein hohes Maß an Immersion.
Entwicklung des Simulationsprogramms
Das System wurde nach dem System Development Life Cycle‑Modell konzipiert und durchlief die Phasen Analyse, Design, Implementierung und Evaluation. Ziel war es, ein realistisches Lernumfeld zu schaffen, in dem Pflegestudenten patientensichere Szenarien praktisch üben können, die im klinischen Alltag schwer zu reproduzieren sind.
Methodik der Machbarkeitsstudie
Die Machbarkeits‑ und Usability‑Bewertung erfolgte in einem kontrollierten Setting. Alle 18 Teilnehmenden absolvierten den kompletten Testablauf ohne Abbruch. Zur Messung von Bedienbarkeit, Cybersickness und Präsenz wurden standardisierte Fragebögen eingesetzt.
Ergebnisse zur Bedienbarkeit
Der durchschnittliche System‑Usability‑Score lag bei 77,50 bei einer Standardabweichung von 12,91, was nach gängigen Bewertungsskalen als akzeptabel gilt.
Ergebnisse zu Cybersickness und Präsenz
Der Gesamtscore für Cybersickness betrug 10,08 (SD = 9,53) und deutet auf ein mildes Niveau hin. Der Präsenz‑Score erreichte 150,94 (SD = 15,41), was auf ein starkes Gefühl der Immersion schließen lässt.
Interpretation und Ausblick
Die Resultate legen nahe, dass das IVRsim‑FMP als pädagogisches Werkzeug für die Ausbildung von Pflegestudenten geeignet ist. Die Autoren empfehlen weitere Untersuchungen, um das Programm auch für die Fortbildung von bereits praktizierenden Pflegekräften zu prüfen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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