Erreichte Fortschritte bei Impfungen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, dass im Rahmen der Africa Vaccination Week 2026 die Impfung im Jahr 2024 schätzungsweise 1,9 Millionen Todesfälle verhindert hat und damit zu über 51 Millionen geretteten Leben in den letzten fünf Jahrzehnten beigetragen hat. Der zweite Dosisanteil der Masernimpfung stieg von 43 Prozent im Jahr 2022 auf 55 Prozent im Jahr 2024.
GroĂźe Nachholaktionen
Durch die Initiative „Big Catch‑Up“ wurden zwischen 2023 und 2025 18,3 Millionen Kinder im Alter von einem bis fünf Jahren erreicht, darunter 12,3 Millionen bislang nicht geimpfte Kinder, und mehr als 100 Millionen Dosen verabreicht.
Innovation und neue Impfstoffe
Derzeit führen 25 Länder den weltweit ersten Malaria‑Impfstoff ein, der afrikanische Kinder vor einer Krankheit schützt, die noch immer fast jede Minute ein Kind tötet. Der Kontinent bleibt seit 2020 frei von Wild‑Poliovirus.
Eliminierung von Masern und Röteln
Im November 2025 wurden die Länder Cabo Verde, Mauritius und Seychellen als erste afrikanische Staaten zertifiziert, die sowohl Masern als auch Röteln vollständig eliminiert haben, wie die Afrikanische Regionale Verifikationskommission bestätigte.
Bestehende LĂĽcken im Impfsystem
Trotz dieser Erfolge liegen sechs von sieben Zielen der Immunisierungsagenda 2030 hinter den Erwartungen zurück. Im Jahr 2024 erhielten 6,7 Millionen Kinder in Afrika keine Routineimpfung, weitere 2,8 Millionen waren unzureichend geimpft. Die Drittimpfdosis des Diphtherie‑Tetanus‑Pertussis‑Impfstoffs stagniert bei 76 Prozent, dem niedrigsten Wert des Kontinents, seit fünfzehn Jahren.
AusbrĂĽche und gesundheitliche Belastungen
Im Jahr 2023 führten Ausbrüche von Cholera, Masern, Meningitis und impfabgeleiteten Polio‑Varianten zu fast 200 000 vermeidbaren Todesfällen, wobei die Belastung besonders in fragilen, konfliktbetroffenen und klimatisch belasteten Regionen konzentriert ist.
Finanzierung und nationale Verantwortung
Finanzielle Engpässe und sich wandelnde globale Gesundheitsschwerpunkte erschweren die Umsetzung, doch die tieferliegende Herausforderung liegt in der nationalen Eigentümerschaft. Programme, die von nationalen Budgets getragen und von heimischen Gesundheitssystemen umgesetzt werden, zeigen höhere Nachhaltigkeit.
Kontinentale Rahmenwerke und Selbstversorgung
Die Addis‑Abeba‑Erklärung zur Immunisierung, die Gründung der Afrikanischen Arzneimittelagentur und das Ziel, bis 2040 60 Prozent der Impfstoffe auf dem Kontinent zu produzieren, bilden strategische Grundlagen für langfristige Resilienz.
Aufruf zu Handlung und Vertrauen
Die WHO betont, dass jedes investierte Dollar in Immunisierung einen geschätzten wirtschaftlichen Nutzen von 44 Dollar generiert. Vertrauen der Bevölkerung, gestärkt durch engagierte FĂĽhrungsfiguren und transparente Rechenschaftspflicht, sei entscheidend, um die Impfstoffabdeckung flächendeckend zu sichern.[Lizenzangabe]: ‚Public Data / Terms of Use (Attribution Required)‘ [Zusatz]: ‚ Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.‘
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