Indonesischer Botschafter Sidharto Reza Suryodipuro wird Präsident des UN-Menschenrechtsrates 2026
Wahl des Präsidenten
Der UN-Menschenrechtsrat hat am Donnerstag den indonesischen Botschafter Sidharto Reza Suryodipuro zum Präsidenten für das Jahr 2026 gewählt. Der Amtsinhaber wird für ein Jahr tätig sein und die drei regulären Sitzungen des Rates im Februar, Juni und September leiten.
Verfahren und Kandidatur
Nach den Regeln des Rates entscheiden die 47 Mitgliedstaaten über die Wahl. Suryodipuro war einziger Kandidat der Asien‑Pazifik‑Gruppe, die laut Rotationsprinzip in diesem Jahr den Präsidenten stellen durfte. Die Gruppe umfasst neben Indonesien auch China, Japan und Südkorea.
Aufgaben und Sitzungsplan
Als Präsident wird Suryodipuro die Sitzungen moderieren und das Verfahren der Universellen Periodischen Überprüfung (Universal Periodic Review) der Menschenrechtslage der Mitgliedstaaten überwachen. Die drei geplanten Sitzungen sollen im späten Februar, Juni und September stattfinden.
Vorgänger und Übergang
Der neue Präsident folgt auf den Schweizer Jurg Lauber, der das Amt im Vorjahr innehatte. Der Wechsel erfolgt reibungslos, sodass die Arbeit des Rates ohne Unterbrechungen fortgesetzt werden kann.
Reaktion des neuen Präsidenten
Nach seiner Bestätigung betonte Suryodipuro, dass Indonesien den Rat seit dessen Gründung vor 20 Jahren stark unterstütze. Er verwies auf die indonesische Verfassung von 1945 und das UN‑Charta‑Prinzip, das das Land zu Frieden, Unabhängigkeit und sozialer Gerechtigkeit verpflichtet.
Vizepräsident
Parallel zur Präsidentenwahl wurde der ecuadorianische Botschafter Marcelo Vázquez Bermúdez zum Vizepräsidenten des Rates für 2026 ernannt. Obwohl er alleiniger Kandidat der lateinamerikanischen und karibischen Gruppe war, erhielt er keine Unterstützung von Bolivien und Kuba.
Geopolitische Rahmenbedingungen
Die kolumbianische Vertreterin María Juliana Tenorio Quintero wies in ihrer Rede auf die „tief verwurzelte globale Krise“ hin und warnte vor einer Rückkehr von Gewalt als Mittel der internationalen Politik. Sie betonte, dass solche Entwicklungen das System gefährden könnten, das seit über acht Jahrzehnten einen dritten Weltkrieg verhindert habe.
Appell an die Rechtsstaatlichkeit
Quintero forderte alle Delegierten auf, das internationale Menschenrechtsrecht, das humanitäre Recht und das gesamte Völkerrecht strikt einzuhalten, um die Glaubwürdigkeit des Rates zu sichern.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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