EU: Verbrauchererwartungsumfrage der EZB – Mai 2026
Am 26. Juni 2026 veröffentlichte die Europäische Zentralbank aktuelle Ergebnisse ihrer monatlichen Verbrauchererwartungsumfrage. Die wichtigsten Änderungen betreffen die Inflationserwartungen für das nächste Jahr, die nominalen Einkommens‑ und Ausgabenerwartungen sowie die Einschätzungen zu Wirtschaftswachstum, Arbeitsmarkt und Wohnungs‑ sowie Kreditbedingungen.
Inflationserwartungen
Der Median der erwarteten Preissteigerung im kommenden Jahr fiel von 4,0 % im April auf 3,5 %. Die Wahrnehmung der Inflation im zurückliegenden Jahr blieb unverändert bei 4,0 %. Erwartete Inflationsraten für drei bzw. fünf Jahre in der Zukunft blieben stabil bei 2,9 % bzw. 2,4 %.
Einkommens‑ und Konsumerwartungen
Die erwartete nominale Einkommensentwicklung über die nächsten zwölf Monate stieg von 0,8 % im April auf 1,0 %. Gleichzeitig erhöhte sich die wahrgenommene nominale Ausgabewachstumsrate im zurückliegenden Jahr leicht auf 5,4 % (vorher 5,3 %). Die erwartete nominale Ausgabenentwicklung für das kommende Jahr sank jedoch von 4,3 % auf 3,8 %.
Wachstums‑ und Arbeitsmarkterwartungen
Die Einschätzung des Wirtschaftswachstums für das nächste Jahr verbesserte sich von –2,2 % auf –1,7 %. Die erwartete Arbeitslosenquote in zwölf Monaten stieg marginal von 11,2 % auf 11,3 %. Haushalte mit niedrigerem Einkommen erwarteten weiterhin höhere Arbeitslosenquoten (13,7 %) als Haushalte mit höherem Einkommen (9,5 %).
Wohnungs‑ und Kreditbedingungen
Die erwartete Preisentwicklung für Eigenheime im kommenden Jahr sank leicht von 3,7 % auf 3,6 %. Erwartete Hypothekenzinsen blieben unverändert bei 4,9 %. Der Anteil der Haushalte, die im zurückliegenden Jahr eine Verschärfung des Kreditzugangs meldeten, erreichte den höchsten Stand seit Februar 2024, während die Erwartung einer künftigen Kreditverschärfung leicht zurückging.
Methodik und Ausblick
Die Umfrage basiert auf einer Online‑Befragung von rund 19 000 erwachsenen Verbrauchern aus elf Euro‑Ländern. Die Feldarbeit erfolgte zwischen dem 7. Mai und dem 1. Juni 2026. Die Veröffentlichung der Ergebnisse für Juni ist für den 24. Juli 2026 geplant.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Zentralbank, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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