Forscher haben in einer Feldstudie im Meket-Gebiet der äthiopischen Hochländer die Auswirkungen von vier Güllemengen (0, 4, 8, 12 t ha⁻¹) und drei Kalkdosen (0, 1,5, 3 t ha⁻¹ CaCO₃) auf den Maisertrag und ausgewählte Bodenparameter untersucht. Ziel war es, geeignete Kombinationen für säurebelastete Böden zu identifizieren.
Versuchsaufbau
Das Experiment wurde als faktorielles Design nach dem randomisierten vollständigen Blockverfahren (RCBD) mit drei Wiederholungen durchgeführt. Jede Behandlung kombinierte eine Güllemengenzahl mit einer Kalkdosis, wodurch insgesamt zwölf Kombinationen entstanden.
Ertragsresultate
Der maximale Körnerertrag von 4087,0 kg ha⁻¹ wurde bei der Kombination von 8 t ha⁻¹ Gülle und 1,5 t ha⁻¹ Kalk erzielt. Gleichzeitig erreichten die Kombination aus 12 t ha⁻¹ Gülle und 3 t ha⁻¹ Kalk den höchsten Stängelertrag von 11155,0 kg ha⁻¹ sowie den größten Trockenmasseertrag oberirdischer Biomasse mit 14803,7 kg ha⁻¹ (P < 0,01).
Bodenchemische Veränderungen
Die ausschließliche Gabe von 12 t ha⁻¹ Gülle führte zu einem organischen Kohlenstoffgehalt von 1,96 %, was einer Steigerung von 54 % gegenüber dem unbehandelten Boden entspricht. Die Kombination aus 3 t ha⁻¹ Kalk und 12 t ha⁻¹ Gülle brachte den höchsten verfügbaren Phosphorgehalt von 14,41 mg kg⁻¹ (P < 0,01).
Schlussfolgerungen
Die Studie legt nahe, dass die integrierte Anwendung von 3 t ha⁻¹ Kalk mit 8 t ha⁻¹ Gülle sowohl den Maisertrag als auch die Wirtschaftlichkeit steigern kann, während die Bodenfruchtbarkeit in säurebelasteten Böden des Meket-Gebiets erhalten bleibt. Die Ergebnisse könnten auch für vergleichbare Standorte von Relevanz sein.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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