Kerninformation
Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat bekannt gegeben, dass die Antennen für Intersatelliten‑Links der zweiten Generation von Galileo nach intensiven Prüfungen bereit für die Integration in die Satelliten sind.
Vorteile der Intersatelliten‑Links
Durch die direkte Kommunikation zwischen den Satelliten können Daten zu Zeit und Position ohne Sichtkontakt zu einer Bodenstation ausgetauscht werden. Das erhöht die Robustheit des Gesamtsystems und ermöglicht die Weiterleitung von Nachrichten über benachbarte Satelliten, falls ein einzelner Satellit nicht direkt erreichbar ist.
Mechanische Tests
Bei Beyond Gravity in der Schweiz wurde das Antennen‑Ausrichtungsmechanismus‑Modell von Thales Alenia Space über sieben Monate hinweg 15 Millionen Mal neu ausgerichtet, um die geplanten 12 Millionen Reorientierungen während einer 15‑jährigen Lebensdauer zu verifizieren.
Elektronische Tests
Weitere Modelle durchliefen elektromagnetische Verträglichkeits‑ und Mikrovibrationsprüfungen im ESA‑Technikzentrum in Noordwijk, Niederlande, um die Funktionsfähigkeit im Weltraumumfeld sicherzustellen.
Flugmodell‑Validierung
Das Flugmodell der Antennenmechanik von Airbus Defence and Space bestand im Dezember 2025 Umwelt‑ und Funkfrequenztests bei MDA Canada, die die Belastbarkeit beim Start und im Orbit bestätigten. Anschließend wurden die ersten beiden Mechanismen an TESAT in Deutschland übergeben.
Integration und Bodensegment
Nach der Integration in die Intersatelliten‑Link‑Module werden die Systeme nach Rom zum Satelliten‑Einbau transportiert. Parallel dazu wird das Bodensegment weiterentwickelt, um die neuen Links zu unterstützen und weiterhin Korrekturdaten an die Konstellation zu senden.
Hintergrund zum Galileo‑Programm
Galileo gilt als das präziseste globale Navigationssystem und bietet seit 2016 offene Dienste für Milliarden von Smartphone‑Nutzern. Das Programm wird von der Europäischen Kommission finanziert, während ESA die technische Entwicklung leitet und die EU‑Agentur für Weltra
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