Eine prospektive Studie, durchgeführt von Forschern zwischen dem 15.09.2023 und dem 31.12.2024, untersuchte die Wirksamkeit zweier intraläsionaler Bevacizumab‑Protokolle bei erwachsenen Patienten mit rezidivierender respiratorischer Papillomatose (RRP) nach chirurgischer Entfernung.
Studienaufbau
Im Rahmen der Untersuchung wurden Patienten nach direkter Mikrolaryngoskopie und CO₂‑Laserexzision in zwei Behandlungsgruppen eingeteilt, die unterschiedliche Dosierungen des Medikaments erhielten. Die Bewertung erfolgte anhand der Derkay‑, Dikkers‑ und Numerischen Scoring‑Systeme sowie des Voice Handicap Index (VHI) zu Beginn und in 8‑Woche‑Abständen.
Ergebnisübersicht
Beide Behandlungsregime führten zu einer Reduktion des Krankheitsbefundes und zu einer Verbesserung der Stimmqualität. Statistisch signifikante Unterschiede zwischen den beiden Dosierungsstrategien konnten nicht nachgewiesen werden.
Sicherheitsbewertung
Die höheren intraläsionalen Dosen von Bevacizumab wurden als relativ sicher eingestuft und waren bei den Patienten gut verträglich, wobei keine gravierenden Nebenwirkungen gemeldet wurden.
Schlussfolgerungen und weitere Forschung
Die Ergebnisse legen nahe, dass beide Dosierungsvarianten als wirksame Zusatztherapie bei RRP eingesetzt werden können. Die Autoren betonen, dass weiterführende Studien mit längerer Nachbeobachtungszeit nötig sind, um die langfristige Wirksamkeit und das optimale Dosierungsschema zu bestimmen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access).
