Die iranischen Behörden haben im ersten Quartal 2026 insgesamt 3,663 Kilogramm Methamphetamin beschlagnahmt, das für den Export nach Europa und in den Persischen Golf bestimmt war, wie die Drogen- und Kriminalitätsbekämpfungsagentur der Vereinten Nationen (UNODC) mitteilte.
Steigende Beschlagnahmungen
Die Menge der in Iran sichergestellten Methamphetamine ist seit 2022 deutlich angestiegen: 30,393 Kilogramm wurden 2022 beschlagnahmt, 2025 bereits 40,453 Kilogramm, bevor die aktuelle Zahl von 3,663 Kilogramm im ersten Quartal 2026 erreicht wurde.
Operative Maßnahmen
Fünf nachrichtendienstlich geleitete Operationen richteten sich gegen massive Meth-Ladungen, die über die Afghanistan‑Westasien‑Korridor‑Route, insbesondere über die Türkei, nach Europa transportiert werden sollten.
UNODC‑Warnung
„Das klare Signal aus Teheran ist, dass diese umfangreichen Sendungen abgefangen werden, bevor sie internationale Märkte erreichen“, erklärte das Iran‑Büro der UNODC. „Ein nachhaltiger Erfolg erfordert jedoch verstärkte internationale Zusammenarbeit und Unterstützung.“
Gefahren von Methamphetamin
Methamphetamin ist ein hochgradig süchtig machender Stimulus, dessen Überdosierung zu Krampfanfällen und Tod führen kann; langfristiger Konsum verursacht Mangelernährung und psychische Abhängigkeit. In den USA verzeichneten die Centers for Disease Control and Prevention zwischen Januar 2021 und Juni 2024 rund 96.000 Überdosierungstote, die mit Meth in Verbindung standen.
Regionale Auswirkungen
Die Unterbrechung der Lieferungen rettet nach Angaben der UNODC Leben in Europa und im Nahen Osten und reduziert gleichzeitig die illegalen Finanzströme, die organisierte Kriminalität finanzieren. In benachbarten Staaten wie Syrien werden weiterhin tausende Tabletten des synthetischen Stimulans Captagon sichergestellt, das dort nach wie vor verbreitet ist.
Unterstützung durch die UNODC
Die UNODC hat Iran beim Erwerb fortschrittlicher Detektionsscanner unterstützt und die forensischen Fähigkeiten zur Identifizierung neuer synthetischer Substanzen ausgebaut.
Aufruf zu weiterem Engagement
Ein kontinuierlicher Beitrag von Geberländern sei entscheidend, um den Korridor nicht zu einer Hauptschmuggelroute für Drogen werden zu lassen. Die UNODC betont, dass ein kollektiver und nachhaltiger Ansatz der internationalen Gemeinschaft nötig sei, um regionale Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten.
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