Im Jahr 2025 hat die Internationale Raumstation (ISS) die Erde mehr als 5,800 Mal umkreist und damit ihre Rolle als einzigartiges Labor im Weltraum weiter gefestigt. In diesem Zeitraum wurden über 750 Experimente durchgeführt, die sowohl die Erforschung des Weltraums als auch Anwendungen auf der Erde vorantrieben.

25 Jahre kontinuierliche Präsenz im All

Am 2. Nov. 2025 markierte die ISS ihr 25‑jähriges Jubiläum ununterbrochener menschlicher Besetzung. Seit dem ersten Aufenthalt im November 2000 haben Forscher mehr als 4,000 Untersuchungen und Technologie‑Demonstrationen realisiert. Insgesamt haben 290 Personen aus 26 Ländern die Station besucht, wodurch Forschungen möglich wurden, die mit Satelliten allein nicht erreichbar wären.

Durchbruch in der Krebstherapie

Experimente zur Protein‑Kristallisation in der Mikrogravitation lieferten entscheidende Erkenntnisse für ein neu zugelassenes, injizierbares Medikament gegen frühe Krebsstadien. Die gewonnenen Kristalle ermöglichten eine präzisere Bestimmung von Partikelgröße und -struktur, was die Produktionskosten senkt und die Behandlungsdauer verkürzt.

Medizinische Implantate im Orbit gefertigt

Acht peripher‑nerv‑reparierende Implantate wurden gleichzeitig an Bord der ISS mittels 3D‑Druck hergestellt. Durch das Fehlen von Schwerkraft‑bedingten Partikelsenkungen entstehen gleichmäßigere Strukturen, die in präklinischen Studien auf der Erde vielversprechende Ergebnisse zeigen.

Neues Verständnis der Sonnenkorona

Ein neu installiertes Koronagraph‑Instrument, CODEX, lieferte erstmals hochauflösende Aufnahmen der äußeren Sonnenatmosphäre. Die Messungen von Temperatur und Geschwindigkeit des Sonnenwinds erweitern das Wissen darüber, wie Energie im Sonnenkorona‑Bereich transportiert wird und welche Auswirkungen dies auf Satelliten und Kommunikationssysteme hat.

Untersuchung mikrobiologischer Kontamination

Während eines Weltraumspaziergangs sammelte Astronaut Butch Wilmore Proben aus den Lüftungsöffnungen der Lebenserhaltungssysteme. Die anschließende DNA‑Analyse soll Aufschluss darüber geben, ob Mikroorganismen im All überleben und welche Schutzmaßnahmen für zukünftige Mond‑ und Marsmissionen erforderlich sind.

Alle Andockstellen gleichzeitig belegt

Zum ersten Mal waren alle acht Andockbuchsen der ISS gleichzeitig besetzt – drei bemannte Schiffe und fünf Versorgungskapseln, darunter Japans HTV‑X1 und Northrop Grummans Cygnus XL. Diese Konstellation verdeutlicht die wachsende Rolle kommerzieller Partner und internationaler Zusammenarbeit.

ISS‑Forschung als Basis für Mondmissionen

Drei Experimente, die später auf dem Mond im Rahmen der Firefly‑Mission 1 durchgeführt wurden, basieren auf Vorarbeiten der ISS. Sie unterstützen die Vorhersage von Weltraumwetter, die Bewertung von Strahlenschäden an Elektronik und die Weiterentwicklung von Navigationssystemen für die Mondoberfläche.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).

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