Eine aktuelle Studie belegt, dass Ivermectin das Wachstum von estrogenrezeptorpositiven (ERâș) Brustkrebszellen hemmt und gleichzeitig Marker der Arzneimittelresistenz reduziert. Die Untersuchung, durchgefĂŒhrt von einem Forschungsteam aus Thailand, konzentrierte sich auf Zellen, die bereits gegenĂŒber hormonellen Therapien unempfindlich waren.
Hintergrund
Ivermectin, ursprĂŒnglich als Antiparasitikum eingesetzt, wurde in den letzten Jahren wegen seiner antitumoralen Eigenschaften in verschiedenen Krebsarten untersucht. FrĂŒhere Arbeiten des gleichen Teams zeigten bereits, dass das Medikament die Proliferation und Invasion von Brustkrebszellen ĂŒber die WntâSignalgebung beeinflusst.
Methodik
Die Forscher behandelten ERâș-Zelllinien und endokrinresistente Varianten mit Ivermectin und beobachteten die Zellteilung unter Einfluss von Ăstrogen. ZusĂ€tzlich wurden Proteinlevel von ER, HER2, ERK, pSMAD2 und SMAD4 mittels WesternâBlot analysiert, um die Signalwege zu kartieren.
Ergebnisse
Die Behandlung fĂŒhrte zu einer signifikanten UnterdrĂŒckung der östrogeninduzierten Proliferation. Gleichzeitig sanken die Expression von ER und HER2, wĂ€hrend die Aktivierung von ERK und pSMAD2 reduziert wurde. Der Spiegelwert von SMAD4 blieb unverĂ€ndert, was laut den Autoren auf ein gĂŒnstiges Prognoseprofil hindeutet.
Bedeutung fĂŒr die Therapie
Die Resultate legen nahe, dass Ivermectin nicht nur das Wachstum von hormonabhĂ€ngigem Brustkrebs hemmt, sondern auch die Resistenzmechanismen gegenĂŒber gĂ€ngigen AntiâHormonâTherapien abschwĂ€cht. In Kombination mit Tamoxifen könnte das Medikament die Wirksamkeit bestehender Behandlungsregime steigern.
Ausblick
Die Autoren empfehlen weiterfĂŒhrende prĂ€klinische Studien und klinische PrĂŒfungen, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Ivermectin in Kombination mit endokrintherapeutischen Medikamenten zu bestĂ€tigen. Ein erfolgreicher Transfer in die klinische Praxis könnte die Behandlung von Patient mit therapieresistentem Brustkrebs erweitern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugÀnglich.
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