UN: Jährlich entstehen $228 Mrd. für den Wiederaufbau von Wohnraum nach Katastrophen
Kosten und Ausmaß
Jährlich verursachen Naturkatastrophen weltweit Schäden an Wohngebäuden in Höhe von $228 Milliarden. Diese Summe verdeutlicht den dringenden Handlungsbedarf, um die Resilienz von Gebäuden zu erhöhen und die Wiederaufbaukosten zu senken.
Aussagen des Generalsekretärs
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, betonte am Internationalen Tag für Katastrophenvorsorge, dass Millionen von Häusern jährlich beschädigt oder zerstört werden, was Familien vertreibt und die Armut vertieft. Er forderte Regierungen, Entwickler, Ingenieure und Gemeinschaften auf, gemeinsam sicherere Wohnformen zu schaffen.
Daten von UNDRR
Die UN‑Organisation für Katastrophenrisiken (UNDRR) berichtete, dass Schäden an Wohngebäuden 43 % der direkten Kosten von Zyklonen, Überschwemmungen, Tsunamis und Erdbeben ausmachen. Sprecher Jeanette Elsworth verwies darauf, dass nur 27 % der Personen ohne Haushaltsplan und ohne Vertrauen in ihre Schutzfähigkeit auf Frühwarnungen reagieren konnten, während 83 % der Personen mit Plan und Vertrauen aktiv wurden.
Strategien für widerstandsfähige Wohnungen
Regierungen, der private Sektor und lokale Behörden können die Situation verbessern, indem sie Wohnungsbau in sicheren Lagen fördern, belastbare Bauvorschriften durchsetzen, bestehende Häuser nachrüsten und Haushalte mit Wissen und Werkzeugen für den Katastrophenschutz ausstatten.
Unterstützung durch die IOM
Die Internationale Organisation für Migration (IOM) unterstützte im Jahr 2025 1,4 Millionen Menschen in 39 Ländern durch Programme zur Katastrophenvorsorge und half fast 1.200 Gemeinschaften. Maria Moita, Direktorin der Abteilung für humanitäre Reaktion und Wiederaufbau, erklärte, dass das Ende einer Katastrophe oft erst der Beginn eines langen Wiederaufbaus sei.
Lernbeispiele aus betroffenen Ländern
In Nepal führte ein Gletscherschlag im August 2026 zu über 84 000 betroffenen Personen und etwa 7 500 beschädigten Häusern; IOM‑Bewertungen identifizierten 3 650 Vertriebene an 28 Einsatzorten. In Venezuela unterstützte die IOM nach den Erdbeben im Juni 2026 rund 50 600 Menschen, wobei mehr als die Hälfte der Haushalte Reparaturen am Wohnraum als Priorität angab. In Kolumbien traf ein Erdbeben im August fast 500 000 Personen, beschädigte über 200 000 Häuser und vertrieb schätzungsweise 20 000 Familien in Cali. Die IOM betonte, dass neben dem Wiederaufbau von Häusern auch funktionierende Dienste und Perspektiven für die Rückkehr nötig seien.
Ausblick
Die Vereinten Nationen fordern anhaltende Investitionen in Frühwarnsysteme, lokale Vorbereitung, sichere Bauweisen und frühzeitige Wiederaufbaumaßnahmen, um die wirtschaftlichen Folgen von Katastrophen langfristig zu reduzieren.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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