Globale Zahlen
Ein am Dienstag veröffentlichtes Gutachten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zeigt, dass die weltweite Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2025 auf 12,4 % angestiegen ist. Das entspricht 67 Millionen jungen Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren, die keine Beschäftigung finden. Nach einem zweidekadenlangen Tiefstand im Jahr 2023 habe sich die Situation wieder verschlechtert.
NEET‑Entwicklung
Der Anteil der jungen Menschen, die weder beschäftigt, in Ausbildung noch in Weiterbildung sind (NEET), ist von 19,7 % im Jahr 2023 auf 20 % im Jahr 2025 gewachsen. Damit sind weltweit 257 Millionen Personen von dieser Lage betroffen.
Regionale Unterschiede
In acht von elf globalen Teilregionen verschlechterte sich die Jugendarbeitslosigkeit zwischen 2023 und 2025, in 105 Ländern stieg die Quote, während sie in nur 58 Ländern sank. Die Arabischen Staaten und Nordafrika verzeichnen mit 26,2 % bzw. 22,6 % die höchsten Raten. In Nordamerika stieg die Quote von 8,3 % auf 9,8 %, während die drei westeuropäischen Teilregionen zusammen bei etwa 15 % bleiben.
Arbeitsmarkt‑Herausforderungen
In höherverdienenden Ländern schrumpfen traditionelle Einstiegsjobs, während in Entwicklungsländern ein Großteil junger Arbeitnehmer informell beschäftigt ist – fast neun von zehn in Niedrig‑ und Untereinkommensländern, besonders stark in Subsahara‑Afrika. Informelle Beschäftigung bietet häufig keine sozialen Sicherungen.
Technologischer Einfluss
Die ILO schätzt, dass 6,1 % der Arbeitsplätze von Personen im Alter von 15 bis 29 Jahren stark von KI‑Veränderungen betroffen sind, vor allem in Verwaltungs‑ und Büroberufen. Zusätzlich führt das „Erfahrungsparadoxon“ – die Forderung nach umfangreicher Berufserfahrung für Einstiegspositionen – zu weiteren Barrieren. „Technologischer Fortschritt, einschließlich KI, muss für junge Menschen arbeiten, nicht gegen sie“, betont Sukti Dasgupta, Direktor der Abteilung für Beschäftigung, Fähigkeiten und nachhaltige Unternehmen.
Empfehlungen der ILO
Das Gutachten empfiehlt eine menschenzentrierte KI‑Governance, verstärkte Investitionen in hochwertige Bildung, den Ausbau von Arbeitsvermittlungsdiensten, die Erweiterung sozialer Schutzmaßnahmen und die Schaffung weiterer qualifizierter Arbeitsplätze. In Nepal führte ein Protest von Zehntausenden junger Aktivisten im Vorjahr zum Rücktritt des Premierministers, ein Beispiel dafür, dass junge Menschen zunehmend politischen Einfluss fordern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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