Ein Forschungsprojekt, das sich mit Identitätsspezifischen Essstörungssymptomen befasst, hat fünf transgeschlechtliche, nicht-binäre und gender-diverse Jugendliche in allen Phasen einer qualitativen Studie eingebunden, einschließlich der Datenanalyse. Das Projekt, bekannt als RISES (Research on Identity Specific Eating Disorder Symptoms), verfolgte das Ziel, die Perspektiven junger Menschen aktiv in die Forschung zu integrieren.
Projektüberblick
Das RISES‑Projekt wurde von einem interdisziplinären Forscherteam initiiert und richtete sich speziell an die Untersuchung von Essstörungssymptomen, die mit geschlechtlicher Identität verknüpft sind. Die Studie erstreckte sich über ein Jahr, in dem Interviews mit betroffenen Personen geführt wurden.
Einbindung des Jugendbeirats
Der Jugendbeirat bestand aus fünf Mitgliedern, die von Anfang an in die Entwicklung des Forschungsdesigns eingebunden wurden. Sie halfen bei der Erstellung des Codebuchs, codierten jeweils zwei bis sechs Transkripte und lieferten Feedback zu den entstehenden Themen und Zitaten.
Ausbildung in qualitativer Analyse
Alle Beiratsmitglieder erhielten eine gezielte Schulung in qualitativer Analyse, wodurch am Ende des Jahres 100 % der Mitglieder die erforderlichen Kompetenzen nachweisen konnten. Die Schulung umfasste Methoden der Kodierung, Themenidentifikation und kritischen Reflexion.
Ergebnisse der Beteiligung
Nach einem Jahr verzeichnete das Projekt eine Retentionsrate von 83,3 % unter den Jugendbeiratsmitgliedern. Die enge Zusammenarbeit ermöglichte die Entwicklung eines Codebuchs, das die spezifischen Erfahrungen der Zielgruppe widerspiegelt, und führte zu einer tieferen inhaltlichen Validität der Analyse.
Herausforderungen und Erkenntnisse
Die Autoren berichten, dass die Einbindung junger Menschen in die Analyse zwar bereichernd, jedoch mit organisatorischen Herausforderungen verbunden war, etwa in Bezug auf Zeitplanung und die Notwendigkeit flexibler Kommunikationswege. Die Erfahrung zeigte, dass ein kontinuierlicher Austausch und klare Rollenverteilungen die Zusammenarbeit stärken.
Ausblick
Die Studie legt nahe, dass die Beteiligung von transgeschlechtlichen, nicht-binären und gender-diversen Jugendlichen an qualitativen Forschungsprozessen nicht nur machbar, sondern auch wertvoll ist. Die Autoren empfehlen, ähnliche Modelle in zukünftigen Projekten zu prüfen, um die Perspektiven marginalisierter Gruppen stärker zu berücksichtigen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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