In einer qualitativen Untersuchung wurden 15 jugendliche Camogie‑Spieler (Durchschnittsalter 14,4 ± 1,1 Jahre) befragt, die bereits in einer höheren Altersklasse aktiv sind. Ziel war es, die Wahrnehmungen dieser Spieler zum Vorrücken in ein älteres Spielniveau zu erfassen.
Methodik
Die Datenerhebung erfolgte mittels halbstrukturierter Interviews, die audiovisuell aufgezeichnet und anschließend transkribiert wurden. Die Analyse der Transkripte wurde nach dem reflexiven thematischen Analyseverfahren durchgeführt, um zentrale Muster und Themen zu identifizieren.
Positive Wahrnehmungen
Die Befragten berichteten, dass sie trotz anfänglicher Schwierigkeiten das Vorrücken genossen. Sie nannten verbesserte Leistungsfähigkeit, gesteigerte Fähigkeiten im Umgang mit dem Ball sowie eine weiterentwickelte psychosoziale Kompetenz als wesentliche Vorteile.
Negative Aspekte
Gleichzeitig wiesen die Spieler auf Belastungen hin, darunter erhöhter Druck, anspruchsvollere Trainingsanforderungen und negative Interaktionen mit Gleichaltrigen. Außerdem wurde ein Rückgang der intrinsischen Motivation als potenzielles Risiko genannt.
Vorgeschlagene Unterstützungsmaßnahmen
Zur Verbesserung der Erfahrung wurden Strategien wie eine stärkere soziale Integration, gezielte Unterstützung durch Trainer und ältere Spieler sowie die Förderung von Autonomie der Spieler empfohlen.
Implikationen für Training und Betreuung
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, entwicklungsangemessene Spielmöglichkeiten zu schaffen, die sowohl die sportliche Weiterentwicklung als auch das Risiko von Verletzungen und Überbelastung berücksichtigen. Trainer übernehmen dabei eine zentrale Rolle, sollten jedoch Entscheidungen der Spielerautonomie Vorrang einräumen, um langfristige Bindung und Motivation zu stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access).
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