International: Junge Friedensakteure diskutieren Finanzierung und Partnerschaften
Veranstaltung und Kernziel
Am 24. Juni 2026 trafen sich junge Friedensakteure in den Räumen der Vereinten Nationen, um Wege zu erörtern, die Beteiligung von Jugendlichen an Friedensinitiativen zu stärken. Die Teilnehmenden betonten, dass finanzielle Unterstützung wichtig sei, jedoch allein nicht ausreiche, um langfristige Wirkung zu erzielen.
Auswahl der Teilnehmenden
Die Diskussion fand im Rahmen der ersten UN-Woche für Friedensaufbau statt. Vertreter aus Afghanistan, Ghana, Kanada, Côte d’Ivoire und weiteren Ländern nahmen teil und brachten länderspezifische Erfahrungen ein.
Hauptprobleme aus Sicht der Jugend
Die Befragten nannten fehlende Mittel, ein geringes Vertrauen in jugendliche Führungskräfte, zunehmende Einschränkungen der Zivilgesellschaft und fehlenden Schutz für aktiv sprechende Jugendliche als zentrale Hindernisse.
Praxisbeispiele aus verschiedenen Regionen
Jenn Hernandez vom Global Network of Women Peacebuilders wies darauf hin, dass langfristige, generationenübergreifende Partnerschaften mit dem privaten Sektor nötig seien, um technisches Know‑how zu vermitteln. Issah Toha Shamsoo von African Students for Interfaith Tolerance erzählte, wie er nach den Anschlägen in Neuseeland Menschen zu Dialogen zusammenbrachte, ohne bewusst ein Friedensprojekt zu planen. Linda Dempah von Laboratoires Adeba erklärte, dass stabile Arbeitsplätze in Côte d’Ivoire das Risiko von Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen reduzieren. Yahya Qanie vom National Youth Consensus for Peace schilderte, dass die Jugend in Afghanistan seit 2021 kaum Zugang zu Finanzierung habe und die öffentlichen Räume für junge Menschen weitgehend geschlossen seien.
Forderungen an die Finanzierung
John Koester von der International Association of Youth and Students for Peace forderte, das gesamte Ökosystem zu finanzieren und nicht nur einzelne Projekte. Er wies darauf hin, dass bis zu 40 % der Arbeitszeit von Projektmanager*innen für nicht finanzierbare Aktivitäten verwendet werde – ein Hinweis, der die Notwendigkeit von Ressourcen für Netzwerkbildung und Resilienz betont.
Stellungnahmen der UN-Vertreter
Der UN-Stellvertretende Generalsekretär für Jugendangelegenheiten, Felipe Paullier, betonte die Notwendigkeit, jugendgerechte Prinzipien in Finanzierungsstrukturen zu verankern und diese in mindestens einem globalen UN‑Finanzierungsmechanismus zu verankern. Pio Smith von UNFPA wies darauf hin, dass nationale Aktionspläne häufig visionär, aber finanziell unzureichend seien, und forderte eine engere Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten.
Ausblick
Die Diskussion verdeutlichte, dass ein integriertes Modell aus finanzieller Unterstützung, vertrauensbildenden Maßnahmen und langfristigen Partnerschaften erforderlich ist, um die Rolle der Jugend im globalen Friedensprozess zu stärken. Die Teilnehmenden hoffen, dass ihre Forderungen in zukünftige UN-Finanzierungsmechanismen einfließen. Dieser Bericht basiert auf Informationen von VEREINTE NATIONEN, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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