International: Junge Thailänder fordern stärkere Beteiligung und nachhaltige Veränderung
Fast 400 junge Thailänder nahmen an einem nationalen Dialog teil, der das 80. Jahr der UN‑Mitgliedschaft Thailands markierte. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Umsetzung des „Pact for the Future“ und die Rolle junger Menschen bei der Gestaltung von Politik, Klimaschutz und sozialer Teilhabe diskutiert.
Nationaler Dialog und UN‑Pakt
UN‑Resident Coordinator in Thailand Michaela Friberg‑Storey betonte, dass die Verwirklichung der Ziele des Pakts von „starken Partnerschaften ĂĽber die Gesellschaft hinweg“ abhänge, die von der Energie, Kreativität und FĂĽhrung junger Menschen getragen wĂĽrden.
Stärkung bestehender Strukturen
Rattanachart Paengkum, Assistant President des Children and Youth Council of Thailand, erklärte, dass es weniger um den Aufbau neuer Institutionen gehe, sondern darum, vorhandene Mechanismen wirksamer zu gestalten. Er verwies auf ein bestehendes System, das seiner Meinung nach zu den stärksten in Südostasien gehöre, und forderte dessen erneute Partizipation.
Internationale Foren
Soonyata Panurat berichtete von seiner Teilnahme am ECOSOC Youth Forum in New York und betonte, dass sinnvolle Beteiligung von Vertrauen und gemeinsamer Entscheidungsfindung abhänge. Ohne Folgemaßnahmen, so Panurat, ändere sich nichts.
Lokale Initiativen
Chairat Dipho, der aus dem Omkoi‑Bezirk stammt, schilderte, wie er von Schulprojekten zu einer Vertretung indigener Jugendlicher auf der COP30 in Brasilien aufstieg. Er hob hervor, dass Ressourcen nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch Wissen, Mentoren und Chancen umfassen.
Indigene Perspektiven
Marisa Yapangku, Präsidentin des Indigenous Youth Seed Network of Thailand, wies darauf hin, dass Beteiligung über Hauptstadt‑ und Konferenzräume hinausgehen müsse, um die Realität indigener Gemeinschaften widerzuspiegeln. Sie forderte lokale Plattformen, die echte Handlungsoptionen bieten.
Technologie und Inklusion
Panwasa Srikuna, die mit Sehbehinderung lebt, erklärte, dass KI‑gestützte Werkzeuge den Zugang zu Bildung revolutionieren. Sie betonte, dass Institutionen mit der Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen Schritt halten müssten, um allen jungen Menschen gleiche Teilhabe zu ermöglichen.
Gesundheit und Nachhaltigkeit
Nattanicha Kattiyavara, Jugendberaterin des UN‑Youth Office und Gründerin der Burnout Advocate Initiative, machte deutlich, dass das Wohlbefinden junger Aktivist*innen ein zentraler Baustein nachhaltiger gesellschaftlicher Veränderung sei. Sie forderte Systeme, die psychische Belastungen anerkennen und unterstützen.
Ausblick
Themba Kalua, Director for Pact for the Future Implementation, erinnerte daran, dass zukünftige Generationen nicht im Raum sitzen, um zu sprechen. Stattdessen seien die heute lebenden jungen Menschen unverzichtbar für Entscheidungen, die ihr Leben und das ihrer Gesellschaften prägen.
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