Subsurface Heat Detection
Die Raumsonde Juno der NASA hat mit ihrem Mikrowellenradiometer (MWR) Wärmequellen entdeckt, die aus den oberen Metern der Mondkruste des Jupitermondes Io aufsteigen. Die Karte zeigt klare Temperaturgradienten, wobei die heißesten Bereiche in Rot dargestellt sind.
Instrument Details
Das MWR nutzt die niedrigsten Frequenzkanäle von 0,6 GHz und 1,25 GHz, die das Material bis zu etwa 6 Meter bzw. 20 Meter tief durchdringen können. Im Gegensatz zu Infrarotmessungen, die nur die Oberflächentemperatur erfassen, liefert das Mikrowellensignal Informationen aus dem Untergrund.
Primary Hotspot
Das markanteste rote Anomaliefeld befindet sich im oberen linken Bildausschnitt zwischen 60° und 120° Westlänge. Dort liegen die gemessenen Temperaturen 10 bis 20 °C (10 bis 20 K) über dem Umfeld, was mit dem Zal Montes Patera‑Komplex übereinstimmt, wo das Stellar Reference Unit von Juno einen aktiven Lavastrom beobachtete.
Secondary Hotspot
Ein weiteres bedeutendes Wärmegebiet erstreckt sich nahe dem Äquator von 0° bis 50° Westlänge. Auch hier zeigen die Mikrowellenmessungen erhöhte Temperaturen, die auf intensive innere Heizprozesse im oberen Zehnermeter‑Bereich der Kruste hinweisen.
Cooler Regions
Die gelben und grünen Flächen der Karte repräsentieren niedrigere Temperaturen. Gelbe Zonen erreichen etwa –123 °C (150 K) nahe dem Äquator, während grüne Bereiche in höheren nördlichen Breiten bis zu –183 °C (90 K) nahe den Polen abkühlen.
Mission Organization
Die Juno‑Mission wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der California Institute of Technology in Pasadena geleitet. Der leitende Wissenschaftler ist Scott Bolton vom Southwest Research Institute in San Antonio. Juno ist Teil des New‑Frontiers‑Programms, das vom NASA Marshall Space Flight Center in Huntsville verwaltet wird. Das MWR wurde von JPL gebaut, während das Raumfahrzeug von Lockheed Martin Space in Denver konstruiert und betrieben wird. <
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