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K3d fordert umfassende Strategie fĂĽr Kultur- und Kreativwirtschaft
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AI GENERATED 22.04.2026 • 20:25 Politik und Gesellschaft

K3d fordert umfassende Strategie fĂĽr Kultur- und Kreativwirtschaft

Deutschland: K3d fordert umfassende Strategie fĂĽr Kultur- und Kreativwirtschaft

In Berlin hat die Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft (K3d) am Mittwoch im Kulturausschuss des Deutschen Bundestags eine ressortübergreifende, langfristig gedachte und evidenzbasierte Gesamtstrategie gefordert, die Bund und Länder gemeinsam erarbeiten sollen.

Strategische Forderungen

Die Sprecher Daniel Knöll und Helmut Verdenhalven betonten, dass neben einer Koordinationseinheit auf Bundesebene auch eine stärkere Einbindung der Branche in Gesetzgebungsprozesse gefordert wird, insbesondere bei steuerrechtlichen, sozialpolitischen und gesundheitspolitischen Fragen, die außerhalb der Zuständigkeit des Kulturstaatsministers und des Wirtschaftsministeriums liegen.

Wirtschaftliche Bedeutung

Nach Angaben der K3d beschäftigt die Kultur- und Kreativwirtschaft fast zwei Millionen Erwerbstätige und erwirtschaftet jährlich eine Bruttowertschöpfung von 123 Milliarden Euro, was 3,3 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland entspricht. Im Vergleich zum gesamtwirtschaftlichen Trend 2023 sei die Branche um mehr als fünf Prozent gewachsen.

Risiken bei fehlender Politik

Knöll und Verdenhalven warnten, dass Deutschland Gefahr laufe, seine Standortvorteile angesichts rasanter Entwicklungen in Künstlicher Intelligenz und Quantentechnologie zu verlieren. Ohne politische Antworten auf die wirtschaftlichen Herausforderungen und ohne Abbau von Bürokratie drohe die Abwanderung von Spitzenkräften, Unternehmen, Produktion, Vertrieb und Wertschöpfung.

Regulierung digitaler Plattformen

Die Sprecher fordern eine deutlich stärkere Regulierung großer Online‑Plattformen. Das Wettbewerbs‑ und Kartellrecht müsse gewährleisten, dass die Marktmacht digitaler Gatekeeper wirksam aufgebrochen wird. Zudem soll das Urheber‑ und Leistungsschutzrecht gestärkt und eine EU‑weite Harmonisierung vorangetrieben werden.

Steuer‑ und Arbeitsmarktanpassungen

Ein weiterer Handlungsbedarf besteht beim Paragrafen 50a des Einkommenssteuergesetzes, dessen Sonderweg bei der Abzugsteuer einen Wettbewerbsnachteil darstelle. Weiterhin sollen bestehende Arbeitszeitregelungen flexibilisiert, die Künstlersozialkasse stabilisiert und Selbständige rechtlich besser abgesichert werden.

Gesellschaftliche Bedeutung

Knöll und Verdenhalven betonten, dass die Kultur‑ und Kreativwirtschaft für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Vielfalt des Landes eine herausragende Rolle spiele.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).

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