AusmaĂź der BrandausbrĂĽche
Im Juli 2026 nahm die Waldbrandaktivität in Kanada stark zu, wobei laut einer saisonalen Prognose mehr als 180 Feuer in Ontario sowie zahlreiche Brände im Norden Minnesotas registriert wurden. Die Zunahme fiel in eine Phase, in der Gewitterblitze typischerweise vermehrt Zündungen auslösen.
Verbreitung der Rauchschwaden
Die entstehenden Rauchschwaden transportierten große Mengen an braunem Kohlenstoff – einem organischen Aerosol, das für die gelb‑orange‑braune Färbung des Rauchs verantwortlich ist – über weite Teile Nordamerikas. Die Animation des GEOS‑Modells zeigt die Ausdehnung des Plumes vom 14. bis zum 20. Juli 2026, wobei die Winde den Rauch zunächst nach Südosten über Ontario und anschließend in den Mittleren Westen und Nordosten der USA trieben.
Auswirkungen auf die Luftqualität
Durch die Rauchentwicklung verschlechterte sich die Luftqualität von Süd‑Ontario bis in die Upper Midwest‑Region und weiter nach New York, Washington, D.C. und Detroit. In Detroit blieb die Luftqualität mehrere Tage lang im gefährlichen Bereich, während in Toronto, Chicago und New York City Werte von ungesund bis gefährlich gemessen wurden.
Modellierung und Datenquellen
Die dargestellten Daten stammen aus einer Version des Goddard Earth Observing System (GEOS)‑Modells, das Satelliten‑, Flugzeug‑ und bodengestützte Beobachtungen integriert. Zusätzlich zu Aerosol‑ und Feuerbeobachtungen wurden meteorologische Parameter wie Temperatur, Feuchtigkeit und Wind in die Vorhersage einbezogen.
Unterscheidung von Kohlenstoffarten
Seit Februar 2026 kann das GEOS‑Modell braunen Kohlenstoff von schwarzem Kohlenstoff (Soot) unterscheiden. Während schwarzer Kohlenstoff sowohl aus Waldbränden als auch aus anthropogenen Quellen wie Fahrzeugen und Industrie stammt, wird brauner Kohlenstoff ausschließlich dem Biomasse‑Verbrennungsanteil zugeordnet.
Regionale Entwicklungen im Zeitverlauf
Am 19. und 20. Juli setzte sich die Beeinträchtigung der Luftqualität im Great‑Lakes‑Gebiet fort, bevor sich in Teilen des Ostens durch einsetzende Stürme die Bedingungen verbesserten. Gleichzeitig verschlechterten neue Brände im pazifischen Nordwesten die Luftqualität dort.
Langfristige Perspektiven
Die Beobachtungen verdeutlichen, dass großflächige Waldbrände in Kanada erhebliche grenzüberschreitende Umweltauswirkungen haben können. Forscher betonen die Notwendigkeit kontinuierlicher Überwachung und verbesserter Modellierung, um zukünftige Gesundheitsrisiken besser einschätzen zu können.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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