Beim Jahresempfang des Bundesverbandes deutscher Banken in Berlin hob Bundeskanzler Friedrich Merz hervor, dass ein funktionierendes Finanzsystem die Grundlage für Wachstum und Zukunftsfähigkeit Deutschlands bildet.
Finanzindustrie als Wirtschaftsnervensystem
Der Kanzler bezeichnete die Finanzindustrie als das Nervensystem einer Volkswirtschaft und betonte, dass ohne Banken keine erfolgreiche Volkswirtschaft existieren könne.
Politische Maßnahmen zur Wettbewerbssteigerung
Merz skizzierte mehrere zentrale Maßnahmen: niedrigere Energiekosten, reduzierte Unternehmenssteuern, weniger Bürokratie sowie gezielte Investitionen in Innovation und Infrastruktur. Zusätzlich sollen die sozialen Sicherungssysteme reformiert werden, um ihre Finanzierbarkeit zu sichern.
Stärkung der kapitalmarktorientierten Finanzierung
Er forderte einen schrittweisen Ausbau der kapitalmarktorientierten Unternehmensfinanzierung und verwies darauf, dass Banken dabei helfen, die Eigenkapitalausstattung der Unternehmen zu verbessern und die Abhängigkeit von Fremdkapital zu verringern.
Bürokratieabbau auf europäischer Ebene
Der Kanzler setzte sich dafür ein, dass auch auf europäischer Ebene Bürokratie reduziert wird, um Unternehmen von unnötigen Wachstumshindernissen zu befreien.
Rolle des Bankenverbands
Merz würdigte den 75‑jährigen Beitrag des Bankenverbands, der laut seiner Aussage rund 540 000 Beschäftigte umfasst und seit Jahrzehnten Investitionen, Arbeitsplätze und den Zugang zum Kapitalmarkt ermöglicht.
Geopolitische Rahmenbedingungen
Er wies auf die anhaltenden geopolitischen und geoökonomischen Konflikte, insbesondere den Krieg in Europa, hin und erklärte, dass diese Entwicklungen das Wirtschaftswachstum Deutschlands beeinflussen, gleichzeitig aber auch Chancen für eine wettbewerbsfähigere Zukunft bieten.
Zukünftige Reformen
Abschließend kündigte Merz an, den Anstieg der Sozialversicherungsbeiträge zu stoppen und eine strukturelle Reform der gesetzlichen Krankenversicherung zu initiieren, um die soziale Sicherung langfristig tragfähig zu machen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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