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Kazachstan führt neue Tierhaltungsregelungen ein – Debatte um Sicherheit und Tierschutz entbrennt
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AI GENERATED 08.06.2026 • 22:35 Umwelt, Energie und Ressourcen

Kazachstan führt neue Tierhaltungsregelungen ein – Debatte um Sicherheit und Tierschutz entbrennt

International: Kazachstan führt neue Tierhaltungsregelungen ein – Debatte um Sicherheit und Tierschutz entbrennt

Der Präsident Kassym-Jomart Tokayev hat am 19. Mai ein überarbeitetes Tierwohlgesetz unterzeichnet, das ein Modell der „keine‑Rückkehr‑Fang‑Strategie“ vorsieht: Streunende Hunde und Katzen werden in temporäre Unterkünfte gebracht und können nach einer festgelegten Haltefrist getötet werden, wenn sie nicht von einem Besitzer abgeholt oder adoptiert werden.

Hintergrund der Gesetzesänderung

Die neuen Regelungen verlangen, dass Streuner mindestens fünf Tage, Tiere mit möglichem Besitzer jedoch bis zu 60 Tage gehalten werden, bevor eine Euthanasie zulässig ist. Zusätzlich wird die Verantwortung von Tierhaltern verschärft – sie müssen Vorkehrungen treffen, um Schäden an Personen oder Eigentum zu verhindern, und bei Verletzungen Schadenersatz leisten.

Reaktionen von Politik und Aktivisten

Parlamentsmitglieder verteidigen das Gesetz als notwendige Maßnahme gegen die wachsende Zahl streunender Hunde. Laut Gesetzgeber stieg die erfasste Zahl gefangener Streuner von 243 574 im Jahr 2022 auf 276 282 Anfang 2026. Gleichzeitig behandelten Kliniken im Jahr 2025 über 41 000 Menschen wegen Hundebissen, gegenüber etwa 38 800 im Vorjahr.

Kritik an der Umsetzung

Tierwohlorganisationen, darunter die KARE‑Stiftung, kritisieren, dass das frühere Gesetz von 2021 zur verantwortungsvollen Tierhaltung nie vollständig umgesetzt wurde. Nur 58 Hunde wurden 2022 sterilisiert, während über 80 000 getötet wurden. Im Jahr 2025 wurden von den rund 276 000 erfassten Hunden lediglich etwa 13 % sterilisiert, während fast 85 % euthanasiert wurden.

Statistische Daten zur Hundepopulation

Städtische Daten aus Almaty belegen, dass 2025 insgesamt 6 169 Bissvorfälle gemeldet wurden, davon waren nur 652 (etwa 10 %) von Streunern verursacht. Die Mehrheit der Bisse stammt von frei laufenden oder nicht gesicherten Haustieren.

Ausblick und nächste Schritte

Die Gesetzesänderung überträgt die Durchführung von Tierpopulation‑Kontrollen auf lokale Masliχats und Akimats und verlangt für jede Euthanasie ein veterinärmedizinisches Zertifikat. Beobachter betonen, dass Transparenz und öffentliche Aufsicht entscheidend sein werden, da die Praxis der erweiterten Euthanasie nun von regionalen Behörden abhängt. Bis Mai 2026 haben über 115 000 Personen öffentlich gegen die Änderungen protestiert, was auf ein wachsendes zivilgesellschaftliches Engagement hinweist.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Global Voices, lizenziert unter Creative Commons BY. Offene journalistische Inhalte.

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