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Kenya startet Strategie zur lokalen Herstellung von Gesundheitsprodukten 2026‑2030
AI GENERATED 16.07.2026 10:00 Wissenschaft und Forschung

Kenya startet Strategie zur lokalen Herstellung von Gesundheitsprodukten 2026‑2030

International: Kenya startet Strategie zur lokalen Herstellung von Gesundheitsprodukten 2026‑2030Die kenianische Regierung hat am 23. Juni 2026 die Kenya Health Products and Technologies Local Manufacturing Strategy 2026‑2030 offiziell…

International: Kenya startet Strategie zur lokalen Herstellung von Gesundheitsprodukten 2026‑2030

Die kenianische Regierung hat am 23. Juni 2026 die Kenya Health Products and Technologies Local Manufacturing Strategy 2026‑2030 offiziell vorgestellt. Die fünfjährige Roadmap zielt darauf ab, die heimische Produktion von Medikamenten, Impfstoffen, Diagnostika und Medizinprodukten auszubauen und die regulatorischen Systeme zu stärken.

Offizieller Start

Der Start erfolgte in Nairobi, wobei Dr Ouma Oluga, Principal Secretary for Medical Services, zusammen mit Vertretern der Regierung, der Industrie und Entwicklungspartnern die Strategie präsentierte.

Politischer Kontext

Die Initiative steht im Kontext einer von Präsident William Ruto geforderten Stärkung der afrikanischen Gesundheits‑Souveränität. Ruto betonte auf einer seitlichen Veranstaltung der Afrikanischen Union in Addis Abeba im Februar 2026, dass lokale Herstellung das Herzstück der Gesundheitssicherheit des Kontinents sei.

Exportstärke Kenias

Kenya ist bereits drittgrößter Exporteur von Pharmazeutika in Afrika und größter Lieferant im COMESA‑Raum, mit rund 37 lizenzierten Herstellern, die 694 Formulierungen produzieren und in Länder wie Tansania, Uganda, Ruanda und Somalia exportieren. Der Exportwert stieg von 12,2 Mrd Sh im Jahr 2022 auf 19,9 Mrd Sh im Jahr 2024 – ein Anstieg von 63 %.

Importabhängigkeit

Trotz dieser Zahlen importiert das Land noch 70‑80 % seiner pharmazeutischen Produkte, was während der COVID‑19‑ und Mpox‑Ausbrüche zu Versorgungsengpässen führte. Der heimische Markt für Gesundheitsprodukte wird auf etwa 1,2 Mrd USD jährlich geschätzt, wovon rund 760 Mio USD auf Importe entfallen. Derzeit werden nur rund 20 % der Medikamente der kenianischen Essential Medicines List lokal hergestellt, und die genutzte Produktionskapazität liegt bei weniger als 50 %.

Ziele der Strategie

Die neue Strategie will die Auslastung bestehender Kapazitäten bis 2030 um 70 % erhöhen, Hersteller bei der Erreichung international anerkannter Good‑Manufacturing‑Practice‑Standards unterstützen und mehrjährige Beschaffungszusagen einführen, um die Versorgung des öffentlichen Gesundheitssystems zu sichern.

Impfstoffinitiative

Im Februar 2026 hat Kenya dem WHO‑Medicines Patent Pool mRNA Technology Transfer Programme beigetreten. Das Kenya BioVax Institute arbeitet daran, Impfstoffe gegen COVID‑19, Malaria, Tuberkulose und weitere Krankheiten lokal zu produzieren.

Regulatorische MaĂźnahmen

Dr Neema Rusibamayila Kimambo, WHO‑Vertreter a.i. für Kenya, betonte, dass die Qualitätssicherung parallel zur Produktionssteigerung unverzichtbar sei. Sie verwies auf den laufenden Entwurf eines Nationalen Aktionsplans gegen substandard‑ und gefälschte Medizinprodukte, der am 1. Juli 2026 von einem interministeriellen Lenkungsausschuss initiiert wurde.

Ausblick

Der Plan sieht zudem vor, die Pharmacy and Poisons Board bis zur WHO‑Maturity‑Level‑3‑Zertifizierung zu stärken, um die Glaubwürdigkeit lokal hergestellter Medikamente national und regional zu erhöhen.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.

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