Die rasante Verbreitung generativer Künstlicher Intelligenz verändert die Arbeitsweise von Kulturinstitutionen wie Museen, Bibliotheken und Archiven. Sie sehen sich vermehrt mit Anfragen konfrontiert, ihre digitalisierten Bestände als Trainingsdaten für KI‑Modelle bereitzustellen, während gleichzeitig Fragen nach Lizenzierung, Kosten und ethischen Rahmenbedingungen aufkommen. Der Trend zeigt, dass sowohl kommerzielle Akteure als auch Forschungseinrichtungen vermehrt auf öffentlich zugängliche Sammlungen zurückgreifen, um KI‑Systeme zu verbessern.
Infrastruktur‑ und Kostendruck
Ein zentrales Problem besteht in der steigenden Belastung der digitalen Infrastruktur. Große KI‑Unternehmen erzeugen hohen Bot‑Traffic, der die Serverkapazitäten von Kulturinstitutionen übersteigt und zusätzliche Betriebskosten verursacht. Gleichzeitig fehlt häufig eine Rückführung von Wertschöpfung an die Institutionen, sodass die finanziellen Belastungen einseitig bleiben.
Kommerzielle Praxis und fehlende Transparenz
Kommerzielle KI‑Entwickler setzen häufig Verfahren ein, die wenig Transparenz über die Nutzung der Daten bieten. Die Herkunft der Inhalte wird häufig nicht mehr nachvollziehbar, weil Modelle und Systeme intransparent bleiben. Darüber hinaus fehlt häufig eine klare Angabe, ob die Inhalte zum Training, zur Inferenz oder zur langfristigen Speicherung verwendet werden.
Reaktionen der Kulturinstitutionen
Die Reaktionen der Institutionen reichen von offener Bereitstellung bis hin zu restriktiven Zugangsregelungen. Einige Bibliotheken, etwa die Nationale Bibliothek der Niederlande oder die australische Trove‑API, haben den offenen Zugang eingeschränkt, um Missbrauch zu verhindern. Dieses Vorgehen widerspricht ihrem Auftrag, das Kulturerbe breit zugänglich zu machen, und führt zu einer schrittweisen Verengung des offenen Ökosystems.
Offene‑Erbe‑Statement und ethische Leitlinien
Im Rahmen des Open Heritage Statements betonen Kulturinstitutionen die Notwendigkeit einer ethischen und verantwortungsbewussten KI‑Nutzung. Sie fordern, dass KI‑Entwickler die Prinzipien des offenen Erbes respektieren und faire Bedingungen für die Wiederverwendung von öffentlich zugänglichen Beständen schaffen.
CC Signals als Mittel zur Balance
Creative Commons arbeitet an einem neuen Werkzeug namens CC Signals, das Kulturinstitutionen ermöglichen soll, standardisierte, prosoziale Bedingungen für den KI‑Zugriff festzulegen. Das Instrument kombiniert vertragliche und urheberrechtliche Elemente, um sowohl den offenen Zugang zu sichern als auch die Mitbestimmung der Institution
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