AusmaĂź der Kinderverluste
UNICEF meldet, dass im Zeitraum von Januar bis Juni 2026 mindestens 330 Kinder durch Gewalt, Verletzungen oder Tod betroffen waren. Die Zahlen umfassen sowohl Todesfälle als auch Verletzungen und spiegeln die zunehmende Gefahr für die jüngste Bevölkerung wider.
Drohneneinsatz und seine Folgen
Nach Angaben der Hilfsorganisation machten Drohnenangriffe rund 60 % der gemeldeten Kinderopfer aus. Der verstärkte Einsatz dieser Waffentechnik hat laut UNICEF die Risiken für Zivilisten, insbesondere für Kinder, deutlich erhöht.
Situation in El Obeid und Nord‑Kordofan
Ein UN‑Menschenrechtsrat‑Notfalltreffen am 3. Juli führte zu einer Resolution, die die Katastrophensituation in El Obeid adressiert. UNICEF warnt, dass etwa 500 000 Zivilisten in und um El Obeid sowie im gesamten Norden von Kordofan gefährdet sind. Seit Mai 2026 wurden in diesem Gebiet mindestens 35 Kinderopfer gemeldet, darunter 18 Todesopfer und mehr als 17 Verletzte im Alter von zwei Monaten bis 17 Jahren.
Auswirkungen auf Infrastruktur
Wiederholte Drohnen- und Artillerieangriffe haben zivile Infrastruktur stark beschädigt. Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Wasserversorgungsanlagen und Märkte wurden zerstört oder stark beeinträchtigt, was die Versorgung der Bevölkerung weiter erschwert.
Gesundheitliche Risiken und Cholera
Der World Health Organization (WHO) zufolge verschärft der Konflikt die Ausbreitung von Cholera im Westen von Kordofan. Bis zum 20. Juni wurden 838 Verdachtsfälle und sieben bestätigte Fälle gemeldet, bei denen 117 Todesfälle auftraten. Ein gemeinsamer Einsatz von WHO und UNHCR versucht, die Gesundheitsversorgung zu stabilisieren und die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
Appelle und humanitäre Maßnahmen
UNICEF fordert alle Konfliktparteien auf, den Schutz von Zivilisten und insbesondere von Kindern zu gewährleisten, zivile Infrastruktur zu schonen und den ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe zu ermöglichen. Parallel ruft die WHO die Konfliktparteien dazu auf, die Gesundheitsinfrastruktur zu schützen und die Verbreitung von Cholera einzudämmen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung