Kinder in Südsudan und Balochistan gefährdet, Gipfel stärkt Unterseekabel‑Sicherheit
UNICEF warnt vor einer akuten Unterernährungskrise bei mehr als 450 000 Kindern in Südsudan, berichtet gleichzeitig von zivilen Opfern bei Gewalttaten in Pakistans Provinz Balochistan und von einem internationalen Gipfel, der den Schutz von Unterseekabeln stärken will.
Kinder in Südsudan von akuter Unterernährung bedroht
Seit Beginn des Jahres 2026 haben Zusammenstöße im Bundesstaat Jonglei mindestens 250 000 Menschen vertrieben, wodurch Familien den Zugang zu lebenswichtiger Gesundheits- und Ernährungsversorgung verlieren. UNICEF-Landesvertreter Noala Skinner betont, dass ein nicht behandeltes Kind zwölfmal höheres Sterberisiko hat.
Die anhaltenden Beschränkungen für Fluss-, Straßen- und Luftverkehr behindern Hilfsorganisationen erheblich. In sechs Landkreisen Jongleis droht das Ausgehen von therapeutischer Nahrung, während 17 Gesundheitseinrichtungen landesweit wegen des Konflikts schließen mussten. UNICEF registrierte zudem zehn Fälle von Plünderungen medizinischer Vorräte, liefert jedoch Wasseraufbereitungsgeräte, Malariamedikamente, Notfall‑Health‑Kits und therapeutische Nahrung für mehr als 10 000 Menschen.
Kinder in Balochistan von Gewalt betroffen
Am 31. Januar kam es in der pakistanischen Provinz Balochistan zu einer Welle von Angriffen, bei denen 48 Personen, darunter fünf Frauen und drei Kinder, ums Leben kamen. UNICEF-Vertreter in Pakistan Pernille Ironside äußerte tiefe Besorgnis über die Tötung und Verletzung von Kindern und betonte, dass Kinder niemals Ziel oder Kollateralschaden sein dürfen.
Der UN‑Sicherheitsrat verurteilte die Vorfälle als „abscheuliche und feige“ Terrorakte. Die separatistische Gruppe Balochistan Liberation Army bekannte sich zu den Anschlägen, während ein lokaler Beamter berichtete, dass Sicherheitskräfte 145 Mitglieder der Gruppe eliminiert hätten.
Internationaler Gipfel stärkt Schutz von Unterseekabeln
Auf dem International Submarine Cable Resilience Summit 2026 in Porto, Portugal, bestätigten Vertreter von über 70 Ländern und Industrievertreter die Notwendigkeit, das globale Netz von rund 500 Unterseekabeln mit einer Gesamtlänge von mehr als 1,7 Millionen Kilometern zu sichern. Die Teilnehmer verabschiedeten eine Erklärung mit konkreten Empfehlungen zur Verbesserung von Reparaturzeiten, Einsatzbereitschaft und Investitionen.
ITU‑Generalsekretärin Doreen Bogdan‑Martin hob die gemeinsame Verantwortung für kritische digitale Infrastruktur hervor, während ANACOM‑Vorsitzender Prof. Sandra Maximiano die Bedeutung des Kabelschutzes für abgelegene und unterversorgte Regionen betonte.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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