International: Kinder in Togo erhalten besseren Schutz vor Malaria
Lomé – Nach einem Fall von hohem Fieber bei seiner achtjährigen Tochter suchte ein Landwirt aus Agokpo sofort das nächste Gesundheitszentrum auf und erhielt dort eine kostenlose Malariadiagnose und -behandlung. Der Vorfall spiegelt ein breiteres Muster wider, das in Togo seit mehreren Jahren zu einer spürbaren Verbesserung der Versorgung von Kindern führt.
Rückgang von Fällen und Todesfällen seit 2019
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden im Jahr 2025 über 2,2 Millionen Malariafälle und 939 Todesfälle gemeldet. Seit 2019 sei die Zahl der Todesfälle um 16 % und die Gesamtkasenzahl um 2 % gesunken, wie der Koordinator des Nationalen Malaria-Kontrollprogramms, Dr. Somiabialo Atekpe, betont.
Kostenlose Diagnose und Behandlung als Verhaltensänderung
Die Einführung kostenloser Malariadiagnosen und -therapien habe dazu geführt, dass Familien früher medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. „Ohne kostenlose Versorgung hätte ich wohl gewartet“, sagte der Vater Jean, der zudem die Empfehlung zur täglichen Nutzung von Moskitonetzen erhielt.
Einführung des Malaria‑Impfstoffs
Seit 2025 wird in Togo ein Malaria‑Impfstoff im Rahmen des erweiterten Impfprogramms verabreicht. Emala, eine Näherin aus Asrama Fiokomé, berichtete, dass ihr jüngstes Kind seit der Impfung keine Malariaerkrankung mehr gehabt habe.
Herausforderungen im ländlichen Raum
Trotz der Fortschritte bleiben Distanz, Kosten und Informationsdefizite Hindernisse, besonders in abgelegenen Gebieten. Sèdomon Tchedjingni, Leiter eines Sozial‑medizinischen Zentrums, beobachtet, dass Eltern früher kommen, jedoch nach wie vor Schwierigkeiten bei der Anreise bestehen.
Ausblick und weitere Maßnahmen
Dr. Nouhou Hamadou, WHO‑Vertreter in Togo, betont, dass integrierte Maßnahmen – Prävention, schnelle Diagnose und Behandlung – weiterhin entscheidend seien, um die Vulnerabilität von Kindern zu reduzieren. Die Behörden planen, die bestehenden Interventionen zu verstärken und die Reichweite in schwer zugänglichen Regionen auszubauen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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