Russland: Kinderrechtekommissar berichtet über Fortschritte bei Familienunterstützung
Am Internationalen Kindertag hat der Kinderrechtekommissar Maria Lvova‑Belova gemeinsam mit Präsident Wladimir Putin im Kreml die jüngsten Ergebnisse bei der Verringerung von sozialen Waisen und der Umstellung von Kinderheimen vorgestellt.
Statistische Ergebnisse
Im Berichtsjahr 2025 wurden laut Angaben des Kommissariats 22 000 soziale Waisen registriert, was einem Rückgang von fast 17 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig sank die Zahl der Kinder, deren Eltern eingeschränkte elterliche Rechte haben, auf 16 400 – ein Rückgang von 25,5 %.
Die Gesamtzahl der Kinder, die in Kinderheimen und Unterkünften leben, wurde in knapp zwei Jahren um 18,3 % von 60 000 auf 49 000 reduziert. Der Anteil institutioneller Plätze wurde um 19 % verringert, indem Ressourcen in familienunterstützende Zentren umgeleitet wurden.
Regionale Maßnahmen
In den Regionen wurden zahlreiche Kinderheime in Familienunterstützungszentren umgewandelt. Ein Beispiel aus Severodvinsk zeigt, dass ein lokaler Heimdirektor die Bettenzahl auf eine Gruppe reduzierte und die frei werdenden Kapazitäten für ein Jugendzentrum, ein Krisenzentrum für Mütter und ein mobiles Unterstützungsteam nutzte.
Auf Bundesebene koordiniert ein interministeriales Arbeitsgruppe die Umsetzung, wobei ein gemeinsamer Fahrplan von den Ministern für Bildung, Arbeit und Gesundheit sowie dem Kinderrechtekommissar unterzeichnet wurde. Dieses Dokument definiert klare Ziele und Maßnahmen für jede Region.
Bewertung und Ausblick
Die Rangliste der Regionen, die soziale Waisen reduzieren, führt die Nordkaukasus-Regionen an, gefolgt von Sevastopol, der Khanty‑Mansi‑Autonomen Region, dem Krasnodar-Territorium und der Republik Kalmückien. Als besonders erfolgreiche Regionen wurden Nischni Nowgorod, Tambow, Yamalo‑Nenets, Irkutsk, Tscheljabinsk, Swerdlowsk, Burjatien, Twer und Tula genannt.
Durch die Wiederherstellung elterlicher Rechte für 2 844 Kinder wurden nach Schätzungen 20 Milliarden Rubel an Haushaltsmitteln freigesetzt, die nun zur Unterstützung von Familien verwendet werden. Der Kommissar betonte, dass staatliche Maßnahmen allein nicht ausreichen und ergänzende Unterstützungsangebote notwendig seien.
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